Nullstellen der Zetafunktion |
| 01.02.2024, 11:25 | Theodor | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| Nullstellen der Zetafunktion Er hat uns auch gesagt, dass wir uns Hilfe suchen können. Also, ich wäre auch sehr dankbar, wenn ihr mir Tipps geben könntet, wie ich hier rangehen, weil von den Begriffen dort habe ich nie was gehört. Besitzen alle nichttrivialen Nullstellen der riemannschen Zetafunktion den Realteil ? Ist jede gerade Zahl größer als als Summe zweier Primzahlen darstellbar? |
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| 01.02.2024, 12:28 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| Riemann & Goldbach Und ihr könnt euch raussuchen, welche der beiden Aussagen ihr nachweist? Wie überaus großzügig.
Euer Lehrer hat sich im Datum geirrt: Heute ist der 1.Februar, nicht der 1.April. |
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| 01.02.2024, 13:22 | Theodor | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Oh, jetzt verstehe ich warum der Lehrer mich so angegrinst hat. Heißt dann wohl keine Verbesserung der Note. Trotzdem Danke! |
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| 01.02.2024, 13:32 | willyengland | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Man lernt auch beim Versuch!
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| 01.02.2024, 15:37 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Wer einen interessanten Vortrag zur Riemannschen Vermutung hält, sollte in Mathematik mindestens die Note befriedigend bekommen! |
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| 01.02.2024, 16:31 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Stimmt, das hier
muss man ja nicht so eng interpretieren.
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| 02.02.2024, 15:22 | Theodor | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Habe meinen Lehrer damit konfrontiert und er meinte, dass es kein Spaß sei und dass wenn man eine bessere Note haben möchte, dass man diese nicht geschenkt bekommt und schon etwas zur Mathematik beitragen sollte, weil die Klausur schon geschrieben wurde und wenn man seine Note verbessern möchte, sollte man nicht wirklich eine Lösung finden, sondern mindestens einen Ansatz für die Mathematik, die einem hilft, das Problem zu lösen oder diese Aussage zu beweisen. Dann hab ich ihn gefragt, haben Sie denn schon eine Lösung gefunden? Und daraufhin meinte er, das tut hier nicht zur Sache. Ich bin nicht derjenige, der die Note verbessern möchte. |
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| 03.02.2024, 08:54 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Konfrontation oder Diskussion mit einem Lehrer ist kein Beitrag zur Mathematik und berechtigt keinesfalls die Verbesserung einer Klausurnote. Ich halte es für sinnvoller, wenn du dich zuerst um ein Verständnis der Probleme bemühst. Solange du nicht weißt, worum es geht, kannst du weniger als nichts zu dem Thema sagen. Weniger als nichts verschlechtert allenfalls die Note. |
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| 03.02.2024, 11:56 | IfindU | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| RE: Nullstellen der Zetafunktion Wenn man zur Mathematik beitragen möchte, und das wirklich das Ziel wäre, so gäbe es genug Alternativen. Die Mathematik selbst ist so "vollständig" wie es logisch möglich ist, es ist unser fehlendes Wissen/Verständnis warum es beweisbare und dennoch unbewiesene Aussagen gibt. Etwas vollständigem gibt es per Definition nicht mehr was hinzuzufügen. D.h. ich sehe etwas neues zu beweisen und jemanden etwas (für sie/ihn neues) zu erklären beides als Beitrag zum kollektiven Verständnis der Mathematik. In beiden Kategorien gibt es leichtes und anspruchsvolles, und ich würde eins nicht wertvoller ansehen als das andere. So hat z.B. (ich gehe mal die Wette ein) niemand bewiesen oder auch nur die Behauptung aufgestellt: für alle Eine leichte Folgerung aus anderen Aussagen, aber dennoch strikt genommen eine zuvor unbewiesene Aussage. So kann man den ganzen Tag Stuss "beweisen". Einer einzigen Person Prozentrechnung näher zu bringen, sehe ich als höherwertigen Beitrag zum kollektiven Verständnis der Mathematik an. |
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| 03.02.2024, 14:38 | willyengland | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Eine Präsentation über die riemannsche Zetafunktion ist sicher lohnend und wird dir auch eine gute Note einbringen, wenn du dir Mühe gibst. Ein Beweis ist da nicht gefordert. Es gibt dazu ein echt gutes Buch, welches man auch als Schüler schon verstehen kann: "Gamma" von Julian Havil. |
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| 03.02.2024, 14:50 | Steffen Bühler | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Nicht zu vergessen: Die Musik der Primzahlen. Wie auch für das andere genannte Problem: Onkel Petros und die Goldbachsche Vermutung. Viele Grüße Steffen |
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| 03.02.2024, 17:48 | Theodor | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Ich danke euch allen für die Hilfe und für die Vorschläge. Aber bei allem Respekt, der Lehrer hat gesagt, dass ich einen Ansatz finden soll, um die Aussage zu beweisen. Er meinte, das wäre sein Standard. Um ehrlich zu sein, werde ich mich trotzdem mit dem Thema beschäftigen, egal ob ich jetzt dadurch eine bessere Note bekomme. Aber ich finde es eine frechheit von einer zwölten Klasse zu erwarten, dass man Ansätze für ein Problem findet, was bis heute unlösbar ist, so wie ich gelesen habe. Wenn der Lehrer selbst nur ablenkt, wenn man ihn fragt, ob er denn schon einen Ansatz hat, dann scheint er ja einer der größten Mathematiker der Welt zu sein. *hust* *hust* Versteht mich nicht falsch. Ich komme bloß nicht mit der Arroganz des Lehrers klar. |
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| 03.02.2024, 19:06 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Lehrerschelte halte ich für sehr unnötig und nicht produktiv. Wenn er einen Witz gemacht hat, dann ist er nicht besonders lustig, aber was soll's. Er hat auch gesagt, dass du Hilfe suchen kannst, und die bekommst du jetzt. Zur Riemannschen Vermutung kann man gelegentlich bei Wikipedia nachsehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Riemannsche_Vermutung Um zu zeigen, dass du dich mit dem Thema ernsthafter auseinander gesetzt hast als jeder mir bekannte Schüler und Lehrer, studiere Anton Deitmar "Zahlentheorie über Funktionenkörpern" : https://www.math.uni-tuebingen.de/user/d...ten/ZTFunkt.pdf Im Kapitel 7 "Die Riemann-Hypothese" (Seite 81-92) steht auf Seite 92 unten der entscheidende Satz "Die Riemann-Hypothese ist bewiesen." Problem dürfte sein, dass weder du noch dein Lehrer verstehen kann, worum es dabei geht. Warum kann man den Beweis für nicht auf übertragen ? Weiß ich auch nicht, obwohl Zahlentheorie mein Spezialgebiet war. Vielleicht geht es ja doch ... irgendwann einmal, und wenn es geht, dann hast du einen Ansatz zur Lösung behandelt. Der Lehrer muss beweisen, dass dein Ansatz nicht zum Ziel führt, und ich wette, dass er das nicht kann. |
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| 06.02.2024, 13:26 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Theodor, bist du noch da ? Warum fragst du nicht, warum ich die Wette sicher gewinne und dein Lehrer nur verlieren kann ? Erst mal eine Wahrheitstabelle der Aussagenlogik: Wenn dein Lehrer beweisen könnte, dass aus einer wahren Aussage A (Riemann Hypothese für Funktionenkörper) nicht B (Riemann Hypothese für Riemann-) folgt, so wäre wahr, also falsch, er hätte also die Riemannsche Vermutung widerlegt. Zur Zeit kann noch niemand die Riemannsche Vermutung beweisen oder widerlegen, also auch dein Lehrer nicht. Logisch gleichwertig ist die Behauptung, "1+1=2, also hat die Riemannsche -Funktion nichttriviale Nullstellen nur auf der kritischen Linie ". Du musst in deinem Vortrag nur eine wahre Aussage beweisen, dann kann niemand widerlegen, dass daraus die Riemannsche Vermutung folgt. Ich würde allerdings meinen ursprünglichen Ansatz vorziehen, weil die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass die Riemannsche Vermutung aus komplizierten Theorien folgt als aus einer simplen Tatsache. |
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| 07.02.2024, 11:33 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Wenn das immer noch nicht ausreicht, dann rede über Jürgen Neukirch "Algebraische Zahlentheorie", da steht alles drin, was wir schon immer über - Funktionen algebraischer Zahlkörper und L-Reihen wissen wollten. Die Riemannsche - Funktion ist ja nur ein Spezialfall. |
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| 07.02.2024, 16:19 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Der Vorgang erinnert mich an Geschichten, wie Lehrlinge manchmal von Gesellen mit unmöglichen Aufgaben betraut werden. Während der Lehrling auf die Suche nach dem Ding, das es nicht gibt, geht, warten die Gesellen belustigt, bis der Lehrling an der unlösbaren Aufgabe scheitert. Hinterher wird die Sache aufgeklärt, und alle lachen gemeinsam, die Gesellen ein wenig schadenfroh, der Lehrling ein bißchen beschämt. Aber danach gehört er dazu, und die Gesellen erzählen ihm, wie sie damals, als sie Lehrlinge waren, auch von ihren Gesellen hereingelegt wurden. Ein Ritual. Als Lehrer kenne ich das, daß Schüler, wenn alle Noten so gut wie fertig sind und sie merken, daß vielleicht kein optimaler Eintrag im Zeugnis stehen könnte, auf einmal das dringende Bedürfnis haben, noch schnell ein Referat zu halten oder eine sonstige Sonderleistung zu erbringen, um ihre Note aufzubessern. Ich lehne so etwas grundsätzlich ab. Die Schüler sollen sich im laufenden Betrieb engagieren, ihre Pflichten erfüllen und ihre Leistungen erbringen. Sie dürfen auch gerne einen Vortrag über ein passendes Thema halten. Aber der ist zuvor anzufragen und anzumelden. Zu oft lassen Schüler die Zügel schleifen und leben planlos in den Tag hinein. Es kann ihnen eine Lehre sein, wenn sie merken, daß das nicht funktioniert. Aus Schaden wird man bekanntlich klug. Also einige. Nicht alle. Möglicherweise liegt dem Fall hier ein ähnlicher Vorgang zugrunde. Statt daß der Lehrer einfach nein zu einer nachträglichen Zusatzleistung sagt, stellt er dem Schüler eine unmögliche Aufgabe und lacht still in sich hinein. Das ist vielleicht ein wenig zynisch. Aber warum nicht. Der Lehrer sollte den Schüler aber nicht zu lange zappeln lassen und ihn nach einer gewissen Zeit aufklären. |
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| 07.02.2024, 19:32 | Theodor | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
@Leopold Schön wärs. Aber unser Lehrer hat das ernst gemeint. Ich habe mich beim Sekretariat beschwert, dass wir Aufgaben bekommen, die unlösbar sind. Dann meinten die, dass ich es doch erst versuchen soll, bevor ich mich beschwere. (Ich denke, dass sie gedacht haben, dass ich übertreibe und dass die Aufgabe wirklich lösbar ist, waren aber auch keine Mathematiker.) Als ich den Lehrer nochmal darauf angesprochen habe, meinte er, dass es hier kein Wunschgarten ist und dass man etwas für seine Note tun muss. Und er will es nicht einsehen, mir ein Thema zu geben, wo man die Note geschenkt bekommt. @Elvis ich werde mich am Wochenende hinsetzen und mich da etwas durchlesen. Aber es sieht schon sehr kompliziert aus, vorallem weil ich der Typ Mensch bin, der allgemeine mathematische Probleme nicht so einfach auffassen kann. |
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| 07.02.2024, 19:57 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
Ein Wochenende ist gar nichts. Ich befasse mich seit 50 Jahren intensiv mit dem Thema und glaube nur gelegentlich, dass ich etwas davon begriffen habe - meistens ist mir klar, dass ich nichts weiß. Wenn du glaubst, einen Vortrag halten zu wollen, helfe ich dir gerne korrigierend und ergänzend bei der Ausarbeitung, wenn du mir deine Zwischenergebnisse hier öffentlich oder durch Private Nachricht verfügbar machst. |
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