Zufallsgröße und Verteilung |
| 03.03.2024, 16:50 | MMchen60 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Zufallsgröße und Verteilung Das führte mich zur Überlegung, dass wenn alle Bernoulli-Experimente dieselbe Wahrscheinlichkeit p besitzen, die einzelnen Ergebnisse der Versuche entgwaeder "wahr"="1" oder "falsch"="0" sind. Unter diesem Gesichtspunkt wäre die Zufallsvariable S als die Aufsummierung von 1en bzw. 0en der Zufallsexperimene. Also wäre die Zufallsvariable S gleich der Anzahl der wahr ausgegangenen Experimente. Liege ich da richtig oder voll daneben? Falls ich da einigermaßen logisch vorgegangen bin, wie schreibe ich jetzt ? Und da ja alle Experimente dieselbe Wahrscheinlichkeit für Erfolg haben, ist das doch eine Gleichverteilung, oder? |
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| 03.03.2024, 17:43 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
ist ein Ereignis, d.h. eine bestimmte Teilmenge der Grundmene des W-Raumes. Die Indikatorfunktion ist eine Zufallsgröße, d.h. eine Funktion definiert gemäß . In diesem Sinne "zählt" , in wie vielen der Ereignisse das Elementarereignis liegt. D.h., dieses ist eine diskrete Zufallsgröße mit möglichen Werten aus .
gehört nicht zur Definitionsmenge - sondern ist die Definitionsmenge. Du kannst höchstens - wie man es bisweilen zulässt - darunter verstehen. Was da rauskommt, hängt von den konkreten ab - allgemein klar ist lediglich .
Kommt nicht so richtig deutlich rüber, aber man soll es sich wohl dazu denken: Mit meinst du das Ereignis "Erfolg im -ten Versuch des Bernoulli-Experiments" ? Die Verteilung von ist dann nicht die Gleichverteilung, sondern die Binomialverteilung . |
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| 04.03.2024, 11:12 | MMchen60 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ja, da habe ich eine gewisse Verständnisschwierigkeit. Klar, die einzelnen Experimente sind binomialverteilt. Es steht doch aber in der Aufgabe, dass sein soll für alle . Das verstehe ich so, dass jedes einzelne Experiment von den vielen immer dieselbe Wahrscheinlichkeit p haben soll, also die Menge der Gesamtexperimnente eigentlich eine Laplace-Verteilung ist. Und die ist doch gleichverteilt oder? Interpretiere ich da zu viel hinein? VG MM |
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| 04.03.2024, 11:24 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich kann nur vermuten, dass du - wie so viele - Unabhängigkeit mit Disjunktheit verwechselst: Was du meinst wäre der Fall, wenn immer genau einer der Versuche erfolgreich verläuft, und die zugehörige Versuchsnummer ist die Zufallsgröße, außerdem ist in dem Fall . In dem Fall sind die paarweise disjunkt und ihre Vereinigung ist gleich der Grundmenge . Beim Bernoulli-Experiment geht es um eine fundamental andere Situation: Hier sind die nicht disjunkt, sondern unabhängig jeweils mit , wobei . Und die Zufallsgröße ist nicht , sondern die Anzahl der , die eintreten.
Das ist semantischer Unsinn. kennzeichnet das Ereignis, dass Versuch erfolgreich verläuft. Nochmal: Binomialverteilt ist hier die Zufallsgröße "Anzahl der Erfolge", d.h. Anzahl der eintretenden Ereignisse . P.S.: Ich weiß nicht, wo du dir was zum Bernoulli-Experiment angelesen hast, aber irgendwie scheinst du einiges an Inhalten da durcheinander zu bringen. |
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