Wachstum von Potenzen |
| 12.03.2024, 19:42 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| Wachstum von Potenzen Meine zweite Frage wäre im Teil b) steht das . Allerdings ist nach dem Satz 3.3 eine positiv reelle Zahl. Wenn dann würde das ja bedeuten das was ja nicht stimmen kann? |
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| 13.03.2024, 06:42 | Oberlin | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Guten Morgen, x ist eine positive reelle Zahl, nimm zum Beispiel x = 1.01 . Dann sagt einer K - 1 = 5 und du sollst nun eine natürliche Zahl n finden, sodass n*x > K - 1 . Also wählen wir n = 5 : Wie man aus der letzten Ungleichung sieht, kannst du nun nicht einfach -1 wegnehmen und durch , weil 6 echt größer ist als 5,05 . Zu deiner zweiten Frage: b kann nicht 2 sein, weil bei b) noch die Einschränkung gemacht wird |
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| 13.03.2024, 14:55 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Es kann aber wiederum auch sein das und , und wir würden somit wählen. ? Und zur b) wieso ist ? |
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| 13.03.2024, 21:28 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
@Evelyn2003 Das Beispiel von Oberlin zeigt, dass du die -1 nicht weglassen kannst. Auch in deinem Beispiel kannst du die -1 bei 6 - 1 nicht weglassen, denn sonst steht dort . Denke nicht zu kompliziert, sondern wende die Voraussetzungen an, um ans Ziel zu kommen: Das archimedische Prinzip sagt (unterstrichene Aussage), dass für ein ein existiert mit . Deshalb kann ich für dieses die Bernoullische Ungleichung weiter nach unten abschätzen: Insgesamt steht von links nach rechts gelesen , was zu zeigen war. Zu b) Wo steht oder wie kommst du da drauf? Weiterhin, wenn du durch ersetzt, wie kommt dann raus? Und weiter geht's, deine letzte Ungleichung ist einfach Teil a) angewendet auf und . Es ist etwas unglücklich, dass du für ein , welches nun kleiner als 1 und größer als 0 ist, Teil a) anwenden sollst. Aus diesem Grund habe ich gewählt, für das eben die Bedingung von aus a) gilt, nämlich . |
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| 15.03.2024, 18:53 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Jetzt habe ich es begriffen. Ich danke euch beiden vielmals!Wärt ihr bitte so freundlich mir vielleicht auch bei dem folgenden Beweis zu erklären warum für ist? |
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| 15.03.2024, 21:05 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Es wird ein Widerspruchsbeweis geführt. Angenommen ist konvergent gegen . Dann gibt es zu ein mit: , für alle . Nun, was für gilt, gilt auch für , also: , für alle . |
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| 16.03.2024, 19:25 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ich danke dir nochmals, Romaxx!
Das war wirklich einleuchtend! Du kannst es so wie es aussieht wunderbar erklären!
Kannst du mir bitte auch bei der folgenden Beweis behilflich sein? Bei dem Satz 4.1 begreife ich nicht wieso - statt echt kleiner, größer gleich steht? und weshalb kleiner gleich ? Wegen der Dreiecksungleichung? Des Weiteren wieso man bei der Definition von , innerhalb der max Klammer gewählt hat? |
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| 16.03.2024, 20:46 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Du meinst "statt echt kleiner, kleiner gleich steht". Du hast hier recht, es müsste kleiner dastehen. Also . Du könntest aber auch die erste Ungleichung im Beweis abändern zu , für alle .
Ganz genau.
Weil wir neben den ersten Folgengliedern auch die für betrachten müssen, und diese sind wegen der Ungleichungskette alle kleiner als . Hier geht es ja um Beschränktheit. |
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| 18.03.2024, 16:49 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Nochmals dankeschön, Romaxx! Kannst du mir bei dem letzten Punkt evtl. ein Beispiel mit der Nullfolge machen? |
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| 18.03.2024, 21:05 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Na gut, obwohl ich ehrlich gesagt nicht weiss, wo es bei dir hier hängt: Für wissen wir, ist der Grenzwert und ich ersetze hier auch, hoffentlich dem besseren Verständnis zu Liebe. Da diese Folge konvergent ist, existiert ein sodass gilt , für . Achtung, ich habe anstelle hier gewählt, damit das nicht trivial ist. Gelten muss es auch dafür, denn dies ist unser . Das ist hier , denn für ist . Nun gilt weiter , Insgesamt also . Wir definieren weiter . Hier fällt und zusammen (gleich ), da Edit: für Definition von angepasst. |
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| 19.03.2024, 16:47 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Das Beispiel ist sehr anschaulich. Das hat sehr geholfen.
Jedoch am Ende wäre doch , da die größte Zahl innerhalb der Mengenklammer ist? |
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| 19.03.2024, 17:28 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ja, da hast du einen Fehler in meiner Antwort gefunden. Ich habe diesen in meinem letzten Post editiert und angepasst. |
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| 19.03.2024, 17:48 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Vielen Dank für deine Mühe. Romaxx!!
Leider sind währendessen wieder neue Fragen aufgekommen. Hättest du die Güte mir bitte auch hierbei behilflich zu sein?
Bei dem Satz 4.3 a): Wieso kann man und miteinander addieren? Und bei dem Satz 4.3 b): Weshalb steht unten das (echt kleiner) Obwohl und |
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| 19.03.2024, 19:21 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Zwei Dinge Vorweg:
Nun zu deinen Fragen: a) Du kannst die beiden Ausdrücke nach oben abschätzen. Das ist etwas anderes, als addieren, weil wir hier Ungleichungen vorliegen haben. Beide Ausdrücke ergeben sich aus der Dreiecksungleichung und anschließend wird die Voraussetzung verwendet und jeder einzelne Ausdruck nach oben einzeln abgeschätzt. b) Hier werden mehrere Abschätzungen gleichzeitig vorgenommen und die Abschätzung mit und ist eben das maximal Schlimmste (Größte), was bei der Abschätzung herauskommen kann, d.h. wenn du mehre Abschätzungen nach oben gleichzeitig machst und welche mit und vorkommen, nimmt man immer den Worst Case und das ist eben . |
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| 21.03.2024, 17:34 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Und noch einmal möchte ich mich für deine Hilfe bedanken.
Zu deiner Anmerkung: Ich komme leider beim besten Willen nicht weiter. Auch wenn der Sachverhalt für die meisten hier trivial ist. Sonst würde ich die Fragen hier nicht stellen. Mir ist bewusst das ich mich eine Zeit lang damit auseinandersetzen muss.
Wärst du bitte so freundlich mir hierbei auch noch zu helfen? Erstmal zu der "a)" Wieso ist echt kleiner als ? Ich weiß ja nur das sowohl , als auch ungleich 0 sind. Ebenso ist ungleich 0 - aber kleiner als |b|? Zu der "b)" Wäre die Ungleichung (ganz unten) nicht falsch wenn ? Sei dann würde ja daraus folgern das Sei beispielsweise nun und |
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| 22.03.2024, 17:51 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hier wird gesetzt und das geht, weil konvergent gegen . Das ist einfach das -Kriterium, welches hier gilt.
Nein, ist es nicht. Die Folgenglieder sind von dir einfach so hingedreht worden, dass es so aussieht, als wäre etwas falsch. Wenn du eine konvergente Folge gegen hast, gilt eben das -Kriterium, und das sagt, dass für beliebige kleine Zahlen, ab einem eben kleiner ist, als diese beliebig kleine Zahl. Es gilt eben für das neue Epsilon: Egal was du für (ohne Strich) einsetzt. |
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| 27.03.2024, 18:54 | Evelyn2003 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ich muss zugeben das ich bei den letzten mich mehr hätte anstrengen sollen. Vielen Dank für deine Hilfe. Romaxx! Du bist der Beste!
Jetzt bin ich mal wieder auf ein weiteres Problem gestoßen? angenommen für für Wir erkennen das echt größer ist als , da der Zähler immer positiv ist für Der Grenzwert von wäre somit Der Grenzwert von wäre somit jetzt begreife ich nicht genau wann die Bedingung das erfüllt ist wie im Screenshot angegeben? z.B für z.B für In dem Fall stimmt es Wenn aber wäre. Würde ja niemals kleiner als sein für ?
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| 27.03.2024, 22:31 | Romaxx | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Evelyn2003, du darfst nicht einfach getrennte Sachverhalte wahllos in einen Zusammenhang bringen. Das tuhst du hier und auch schon vorher. Ihr habt in eurem Skript Intervallschachtelung oder Intervallschachtelungs-Prinzip irgendwo definiert. Bitte suche die Definition heraus und poste sie hier. Dann kann ich dir daran aufzeigen, warum keine gültige Folgendefinition für ist. Vielleicht kommst du ja dann schon selber darauf. Ein Tipp, der gerade als Anfänger hilfreich ist, ist der, sich strickt an die Definitionen und Sätze im Skript zu halten und nicht mehr oder weniger hinzuzudichten. Ich weiss, dass das schwer fällt, weil man gerne mehr in mathematischen Definitionen und Aussagen sehen möchte, als darin tatsächlich steckt. Die Motivation kommt dann, wenn du, weil du dich daran hältst, Aufgaben erfolgreich bearbeitest. |
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Jetzt habe ich es begriffen. Ich danke euch beiden vielmals!