Definition einer Topologie

Neue Frage »

Malcang Auf diesen Beitrag antworten »
Definition einer Topologie
Hallo zusammen smile

ich lerne aktuell Topologie und stolpere bei einer Sache in der Definition.
Zitat:
Sei eine Menge und eine Teilmenge der Potenzmenge von .
Dann nennt man eine Topologie auf , wenn:
i)
ii)
iii)


Ich verstehe nicht, warum der Punkt ii nur mit zwei Mengen U und V formuliert ist, aber der Punkt iii mit endlich vielen Mengen.

Kann ich nicht ii auch formulieren als
Zitat:
ii)
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Punkt iii) ist nicht nur mit endlich vielen, sondern beliebig vielen Mengen möglich (sogar überabzählbar viele).

Bei Punkt ii) wird das explizit nicht gefordert - nehmen wir nur mal die reellen Zahlen mit der üblichen euklidischen Metrik, da wäre es verheerend, wenn man unendliche Durchschnitte zulassen würde: Denn dann müsste



dann auch eine "Umgebung" des Punktes sein - das zerstört de fakto das gesamte Topologiegebäude, wie wir es kennen...

Dass mit Zweier-Schnitten dann automatisch auch beliebige endliche Durchschnitte erlaubt sind, ist klar und muss nicht extra erwähnt werden.
Malcang Auf diesen Beitrag antworten »

Hi HAL,

vielen Dank erstmal.
Mein "Problem" ist, dass ich denke, die beiden Punkte sind grundverschieden; also es geht nicht nur um oder .
Wenn ich doch von einer Topologie auf spreche, hat diese doch ohnehin nur endlich viele Elemente.
Könnte man iii nicht daher auch formulieren als ?
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Malcang
Wenn ich doch von einer Topologie auf spreche, hat diese doch ohnehin nur endlich viele Elemente.

In der Regel stimmt das nicht: Jede auch nur einigermaßen nichttriviale Topologie besteht aus unendlich vielen Elementen.
Malcang Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von HAL 9000
In der Regel stimmt das nicht: Jede auch nur einigermaßen nichttriviale Topologie besteht aus unendlich vielen Elementen.


Hammer
Ich bin davon ausgegangen, dass die Menge endlich ist, und die Topologie damit höchstens Elemente haben kann.

Das hat es erklärt, vielen Dank smile
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Hmm, Topologien auf endlichen Mengen kann man zwar betrachten, aber sie sind trivial und eher uninteressant.
 
 
Malcang Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von HAL 9000
Dass mit Zweier-Schnitten dann automatisch auch beliebige endliche Durchschnitte erlaubt sind, ist klar und muss nicht extra erwähnt werden.


Zu meinem Verständnis: Könnte ich eine Topologie dann auch definieren durch
Zitat:
Sei eine Menge und eine Teilmenge der Potenzmenge von .
Dann nennt man eine Topologie auf , wenn:
i)
ii)
iii)
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ja, das ist in Ordnung.
Malcang Auf diesen Beitrag antworten »

Super. Danke sehr! Freude
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Ich weiß nicht wie und womit du deine Topologien "lernst", aber du solltest dir begleitend zu derlei Definitionen immer auch einige gängige Beispiele anschauen - nur so begreift man m.E. den Sinn mancher dieser Definitionen. Als eines der wichtigsten Beispiele sicher die Topologie, die durch eine gegebene Metrik induziert wird - noch konkreter z.B. mit euklidischer Metrix .
Neue Frage »
Antworten »



Verwandte Themen

Die Beliebtesten »
Die Größten »
Die Neuesten »