Das Mathestudium

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lineos56 Auf diesen Beitrag antworten »
Das Mathestudium
Meine Frage:
Hallo liebe Forennutzer,

(Kein Crossposting! Ich habe bei dem anderen Forum keine Antwort erhalten?)

ich hätte paar persönliche Fragen an alle Mathematiker (Absolventen des Mathematikstudiums bzw. Studierende der Mathematik):

Wie waren eure Leistungen in den Grundmodulen (Ana 1&2, Lin A. 1&2) des Mathematikstudiums im ersten Studienjahr und wie seid ihr persönlich mit dem Unschwung von Schule auf Universität am Anfang umgegangen? Mit ,,Leistungen?? meine ich, wie wart ihr so bei den Übungsblättern mittem im Semester bzw. wie habt ihr dann in den Klausuren abgeschnitten?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen? :-)
LG

Meine Ideen:
?
G061024 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Ich möchte dazu nur sagen: Noten sind nicht alles, Prüfungen Momentaufnahmen.
Man sollte sich nicht zu sehr davon abhängig machen.
Sie dienen mMn nach auch der Selektion und sind Angebot und Nachfrage unterworfen,wie man
in vielen Staatexamina beobachten kann:
Braucht man dringend Leute, werden die Anforderungen gesenkt.
In der Politik erlebt man Ähnliches z.B. bei der Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland und vielen
anderen Bereichen in Wirtschaft und Gesellschaft.
Das wirft die Frage nach der Aussagekraft von Prüfungen auf und ob man vieles, was man im Leben braucht
sich nicht auch anders und vlt. sogar effizienter aneignen kann. (training on the job, wenn sich der Trainer nur
genug Zeit nehmen kann).
Die Frage ist heute: Wie kommt am schnellsten und effektivsten an wirklich notwendiges Wissen ran
und auf was kann man getrost verzichten in so schwierigen Zeiten?
SDeer Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Hallo,

Zitat:
Wie waren eure Leistungen in den Grundmodulen (Ana 1&2, Lin A. 1&2) des Mathematikstudiums im ersten Studienjahr


Schlecht bis sehr schlecht, bei mir hat erst ab Semester 4-5 langsam das Verständnis eingesetzt. Richtig gut wurde es im Master. LA 2 war die einzige Klausur, die ich nicht (mit zwei Klausurversuchen im zweiten Semester) bestanden habe. Ich musste später die Vorlesung nachholen. Übungsblätter waren zum Teil sehr frustrierend.


Zitat:
und wie seid ihr persönlich mit dem Unschwung von Schule auf Universität am Anfang umgegangen?


Ich musste schmerzlich feststellen, dass Null Zeitaufwand wie in der Schule nicht mehr funktioniert. Da Mathematik aber relativ viel Spass macht, war das für mich in Ordnung. Trotzdem musste ich gerade am Anfang sehr viel Zeit in Übungsblätter und Prüfungsvorbereitung mit sehr überschaubaren Ergebnissen aufbringen.


Gruss
adiutor62 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Zitat:
. Übungsblätter waren zum Teil sehr frustrierend.

Sowas liest man öfter, Ähnliches über die Qualität der Dozenten.

Welche didaktischen Kompetenzen müssen eigentlich Dozenten wie nachweisen?
Mit HiWis habe ich keine guten Erfahrungen gemacht,allerdings in einem anderen Fachbereich.
willyengland Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Zitat:
Original von adiutor62
Welche didaktischen Kompetenzen müssen eigentlich Dozenten wie nachweisen?

Gar keine.
Das war schon immer ein Problem.
Die meisten Dozenten sind keine guten Lehrer.

Es werden zwar von der Uni Fortbildungen dazu angeboten, aber da gehen dann auch nur die hin, die sowieso schon einigermaßen gut sind und sich dafür interessieren.

Aber wie soll man das lösen?
Im Grunde müsste man Forschung und Lehre trennen und mit unterschiedlichen Personen besetzen.
SDeer Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Ich persönlich habe auch unterschiedliche Erfahrungen mit Dozenten gemacht, von gut bis didaktische Katastrophe war alles dabei. In diesem Aspekt überragend war niemand.

Allerdings muss ich sagen, dass meiner Meinung nach in der Schule (zumindest am Ende des Gymnasiums) die häppchenweise und mundgerechte Lehre Überhand hat und in keiner Weise auf Studium (zumindest Naturwissenschaften) oder das echte Leben vorbereiten. Das selbständige und logische Denken, das Erarbeiten von Zusammenhänge und Verständnis und eigenständige Informationsbeschaffung verschaffen meines Erachtens einen sehr großen Vorteil in der freien Wirtschaft, da sehr viele Kollegen meiner Erfahrung nach diese Fähigkeiten nicht besitzen. Hier bin ich auf eure Erfahrungen gespannt, das sind meine subjektiven Beobachtung der vergangenen 8 Jahre.
 
 
adiutor62 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Zitat:
Im Grunde müsste man Forschung und Lehre trennen und mit unterschiedlichen Personen besetzen.

Diese Meinung teile ich.
v.a. in der Lehrerausbildung ist das wichtig. Das System braucht Motivatoren, weniger Stoffrunterratterer ohne
Bezug zur späteren Vermittlung an der Schule.
SDeer Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Das Mathestudium
Zitat:
Diese Meinung teile ich.
v.a. in der Lehrerausbildung ist das wichtig. Das System braucht Motivatoren, weniger Stoffrunterratterer ohne
Bezug zur späteren Vermittlung an der Schule


Den Bezug zur Vermittlung an der Schule verstehe ich nicht, warum sollte ein Mathematikstudium auf Schulvermittlung abzielen?

Ist nicht das ganze Leben fern von jeder mundgerechten Präsentation von Informationen und Anforderungen? Das Finanzamt wird dich ein- oder zwei Mal ermahnen (ohne Hilfestellung), dann kostet es.

Meine Erfahrungen im Job und Leben sind andere, die erlenten Fähigkeiten im Studium haben mir enorm geholfen und tun dies immer noch. Hast du andere Erfahrungen gemacht?
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Anscheinend hatte ich viel Glück mit Wohngemeinschaften, Kommilitonen, Freunden, Tutoren, Assistenten, Dozenten und Professoren. Ohne alle diese Helfer und Helferinnen und ihre großzuegige und selbstlose Unterstützung wäre das Mathematikstudium von Anfang bis Ende nicht möglich gewesen. Von eigener Leistung kann man anfangs nicht sprechen, da muss man nur lernen und üben. Ob das etwas nützt, weiß man erst viel später, aber jeder der sich zu Anfang beschwert hat und glaubte, andere beurteilen zu können, hat ziemlich schnell das Studium aufgegeben. Bedenke auch: "Aller Anfang ist leicht."
lineos56 Auf diesen Beitrag antworten »
Meine Frage
Ich danke euch allen! smile
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Im ersten Semester hat unser LA I - Tutor gesagt: "Mathematik ist zuerst einmal eine Sprache, die Ihr möglichst schnell verstehen müsst. Erst wenn Ihr die Sprache gelernt habt, könnt Ihr die Inhalte verstehen." Mir hat das sehr geholfen, und ich glaube heute noch, dass darin eine tiefe Einsicht ausgedrückt wird.
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