Konvergenz mehrdimensionale Multinomialverteilung |
| 28.11.2024, 22:59 | Statista | Auf diesen Beitrag antworten » |
| Konvergenz mehrdimensionale Multinomialverteilung Es geht hier eigentlich um den Beweis des asymptotischen Resultats des Condorcet-Jury-Theorems mit n Wahlalternativen. Ich formuliere es hier als Urnenmodell: Aus einer Urne mit k Kugeln wird n mal gezogen. Der Vektor beschreibt an der i-ten Stelle die Wahrscheinlichkeit, dass Kugel i gezogen wird. Der Vektor ist der Zufallsvektor bzgl. n Ziehungen, der in der i-ten Komponente eine Zufallsvariable hat, die beschreibt, wie häufig Kugel i gezogen wird. Für alle n aus ist multinomialverteilt. Nun muss ich zunächst zeigen, dass für n gegen unendlich normalverteilt ist. Meine Ideen: Ich wollte hierzu die mehrdimensionale Form des Lindeberg-Feller Satzes anwenden. Nur sehe ich die Schwierigkeit, dass die einzelnen Komponenten der Vektoren nicht unabhängig sind wie es bei einer Dreiecks-Anordnung von Zufallsvariablen der Fall ist. Gibt es die Möglichkeit diese Bedingung irgendwie zu ersetzen? |
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| 28.11.2024, 23:18 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Die Behauptung ist falsch: Die Komponenten mögen asymptotisch normalverteilt sein, selbst der Vektor ist asymptotisch normalverteilt (mit passender Kovarianzmatrix) - aber ist es wegen der strengen Kopplung sicher nicht.
P.S.: Du hättest erwähnen sollen, dass es um Ziehen mit Zurücklegen geht. |
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| 28.11.2024, 23:44 | Statista | Auf diesen Beitrag antworten » |
Stimmt, es soll gelten, dass gegen eine Normalverteilung läuft. |
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| 29.11.2024, 07:59 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Die Transformation zu ist nicht das Problem. Ich will mal versuchen, das eigentliche Problem verständlich zu machen: Betrachten wir die transformierten . Wegen gilt und , für die skalierten Größen bedeutet das und . Für die Kovarianzen nutzen wir, dass für gilt, damit bekommt man bzw. . Via folgt durch Einsetzen und Umstellen . Für bekommt dann genau diese (ja bereits von unabhängigen) Varianz- bzw. Kovarianzwerte. Es ist aber festzustellen, dass die Kovarianzmatrix des -dimensionalen Zufallsvektors singulär (!!!) ist, was für die multidimensionale Normalverteilung nicht zulässig ist! Nimm eine oder mehrere Komponenten weg, dann ist es Ok - aber alle Komponenten im Vektor zu belassen führt nicht zu einer korrekten Normalverteilung.
P.S.: Der Grund dafür ist, dass die -dimensionale Normalverteilung eine stetige Verteilung im ist, das bedeutet insbesondere, dass das zugehörige Verteilungsmaß absolutstetig bzgl. des -dimensionalen Lebesguemaßes sein muss. Das ist für dein aber nicht der Fall: Wegen der Kopplungsbedingung liegen alle Werte des Zufallsvektors in der -dimensionalen Hyperebene , welche Lebesgue-Maß , aber Wahrscheinlichkeitsmaß hat - Widerspruch zur Absolutstetigkeit, damit hat auch keine -dimensionale Dichte , wie es für die -dimensionale Normalverteilung aber nötig wäre. EDIT: Hmm, ich sehe gerade in https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrdimens...rmalverteilung, dass dieser Fall als "Singulärer Fall" bezeichnet wird und doch als "mehrdimensionale Normalverteilung" zugelassen wird. Dann hat sich die Sprachregelung vielleicht doch geändert, seit ich das vor Jahrzehnten kennengelernt habe - ich kenne es wie gesagt so, dass man nur im regulären Fall (mit existenter Dichte) auch tatsächlich von einem normalverteilten Vektor spricht. |
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| 29.11.2024, 11:21 | Statista | Auf diesen Beitrag antworten » |
Zum Edit: Danke für den Hinweis, hat mich auch gewundert, da ich eine Beweisskizze habe die es ebenfalls so sagt. Dennoch bleibt nun meine Frage: Die einzelnen Komponenten in den Folgegliedern sind nicht unabhängig voneinander. Es sieht so aus für mich als könnte ich Sätze wie den mehrdimensionalen Lindeberg-Feller nicht anwenden dadurch. Wie kann ich das Problem lösen? |
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| 29.11.2024, 11:36 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
Hmm, ich weiß nicht wo du da ein Problem siehst: Dein multinomialverteilter Vektor entsteht doch als Summe von i.i.d. Zufallsvektoren , da kannst du doch direkt den multidimensionalen ZGWS https://en.wikipedia.org/wiki/Central_li...dimensional_CLT in seiner einfachsten Form anwenden - die Komponenten müssen hierbei nicht unabhängig sein, sondern lediglich die gesamten Summanden-Vektoren untereinander. |
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| 04.12.2024, 15:08 | Statista | Auf diesen Beitrag antworten » |
Nachfrage: Unten ist der Rest der Beweisskizze zu sehen. Ich verstehe allerdings nicht, wie ich auf die Menge komme. Mir ist intuitiv klar, warum die Bedingung gelten muss, da ich über die Dichtefunktion der ZV verfüge. Mir fehlt aber ein Verständnis darüber, warum ich alle Vektoren , die diese Bedingung erfüllen, verwenden muss. Wie komme ich auf diese Menge? |
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| 04.12.2024, 15:38 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » |
ist zentriert (d.h. mit Erwartungswert 0) normalverteilt, aber nicht . Das ist bei der Integrationsmenge natürlich zu verücksichtigen: steht für die Werte, die annehmen kann, insofern bedeutet dann . Es geht hier um die Wahrscheinlichkeit, dass bei festem diese Bedingung für alle anderen erfüllt sein soll, daher muss man die Dichte (?!) über die entsprechende Menge der integrieren. Warum schreibe ich "Dichte (?!)" ? Weil ich nicht weiß, was die damit meinen - denn im gibt es diese Dichte ja gar nicht (siehe meine obige Anmerkung)!
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