Injektivität und Surjektivität richtig nachgewiesen? |
| 02.12.2024, 16:05 | KonverDiv | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Injektivität und Surjektivität richtig nachgewiesen?
Angenommen sind nicht-konstante Polynome mit gleichen Nullstellen mit und . Sei weiter und . Definiere mit . Ich möchte zeigen, dass injektiv und surjektiv ist. Zur Injektivität: Sei , dann weisen wir nach, dass , ist, was die Injektivität von zeigt. Beachte . Es ist und weiter heißt dies und . Betrachten wir den höchsten Grad und weil nicht konstant sind, müssen sich und gegenseitig eliminieren, das kann aber nur gehen, wenn und sind. Daraus folgt und , wie gefordert und zeigt ist injektiv. Zur Surjektivität: Um die Surjektivität von zu zeigen, weisen wir nach, dass es für jedes Polynom Polynome und gibt, so dass gilt. Wir müssen also und finden, so dass gilt. Weil und nicht-konstante Polynome mit gleichen Nullstellen sind, können wir verwenden, dass diese Polynome den Raum der Polynome mit Grad aufspannen. Wir können nun als Linearkombination von und scheiben, also . wobei und . Das ist möglich, weil der Grad von und so gewählt werden kann, so dass und den Grad von nicht übersteigt. Das heißt für jedes , können wir und finden, so dass ist. Das zeigt, ist surjektiv. Meine Frage, ist das so richtig? Danke für eure Antworten!
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| 02.12.2024, 16:40 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich nehme mal an kennzeichnet bei dir die Polynome mit komplexen Koeffizienten vom Maximalgrad - oder doch direkt vom Grad ? In letzterem Fall wäre es dann kein Vektorraum... Wie auch immer, anscheinend gehört in viele deiner Gleichungen ein anderes Relationszeichen, etwa usw., das fällt beim Lesen und versuchten Verstehen enorm störend auf, weswegen ich an der Stelle dann auch abgebrochen habe. |
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| 02.12.2024, 16:56 | KonverDiv | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ja, es handelt sich um den Maximalgrad und die Polynome haben komplexe Koeffizienten.
Ich habe das an den entsprechenden Stellen angepasst und würde mich freuen, wenn du nochmal drüber schauen könntest
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| 02.12.2024, 19:01 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ich kann deine Argumentation dennoch nicht nachvollziehen: Betrachten wir etwa und , beide haben - wie von dir gefordert - die gleiche Nullstellenmenge (hier: ), es ist und . Dann ist aber , ich sehe da nicht im geringsten eine Eindeutigkeit bei der Wahl von und , d.h. keine Spur von Injektivität
Ich kann nur vermuten, dass du hier
was total vergurkt hast und in Wahrheit was ganz anderes meinst. |
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| 02.12.2024, 19:12 | IfindU | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Surjektivität mit der Annahme von gleichen Nullstellen kann auch nicht funktionieren. Das Polynom hat für alle mindestens die Nullstellen von . Und damit werden höchstens nur die Polynom getroffen, welche ebenfalls die Nullstellen besitzen. Nicht im Bild sind z.B. alle konstante Polynom außer dem Nullpolynom. |
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| 02.12.2024, 22:42 | KonverDiv | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Leider wahr!
Ich hatte ein "nicht" vergessen. Es muss richtig lauten: Angenommen sind nicht-konstante Polynome mit nicht gleichen Nullstellen. @HAL 9000 und @IfindU bitte entschuldigt!
Ich würde es gerne erneut versuchen. Zur Injektivität: Sei , wir zeigen, dass dann und sind, was die Injektivität von nachweist. Betrachte , das heißt zunächst, dass und Vielfache von bzw. sind. Betrachten wir die Nullstellen, dann hat alle Nullstellen, die auch hat und hat alle Nullstellen, die auch hat. Wir wissen und haben keine gemeinsamen Nullstellen. Dann impliziert , dass und sein müssen und da und beide keine konstanten Polynome sind, muss gelten und . Damit ist die Injektivität von gezeigt. Zur Surjektivität: Um die Surjektivität von zu zeigen, weisen wir nach, dass es für jedes Polynom Polynome und gibt, so dass gilt. Wir müssen also und finden, so dass gilt. Wir wissen und , das heißt der Grad von ist kleiner gleich . Wir bilden nun eine Basis von aus der Basis von und . Seien hierfür eine Basis von und eine Basis von . Wir können nun Koeffizienten und so wählen, dass und den Grad von nicht übersteigt. Das heißt für jedes , können wir und finden, so dass ist. Das zeigt, ist surjektiv. |
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| 03.12.2024, 08:39 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Seh ich nicht ein. Irgendwie muss in diesen Schluss ja die Voraussetzung eingehen, denn sonst könnte man ja einfach wählen !!! P.S.: Die Voraussetzung hinsichtlich hätte ich einfach "teilerfremd" genannt. |
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| 03.12.2024, 08:53 | KonverDiv | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Hallo HAL 9000, danke für deine Antwort! Diesen Fallstrick hatte ich mir auch noch notiert. Aber gegen diese Belegung spricht doch, dass (hier tatsächlich gleich) ist und also war, also müssen die Polynome nicht unbedingt gleichen Grad besitzen. |
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| 03.12.2024, 08:59 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Nur weil dieses eine Beispiel nicht passt, ist dein Beweis doch noch nicht repariert.
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| 03.12.2024, 09:08 | KonverDiv | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ok, dann weiß ich nicht, wie man die Voraussetzung , dann irgendwie sinnvoll unterbringen kann... Also was haben wir: Wir wollen zeigen, und . |
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| 03.12.2024, 09:10 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Mal als Gegenentwurf, wie ich vorgehen würde:
Hier ist genau zu sehen, wie die Voraussetzung hinsichtlich Grad von in die Beweisführung eingeht - bei dir sehe ich nichts davon. |
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| 03.12.2024, 09:18 | KonverDiv | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Diesen Teilbarkeitsansatz verstehe ich! Der Widerspruch zum Grad ist mir auch gerade aufgefallen, als ich die Auflistung der Voraussetzungen nochmal aufgeschrieben habe. Dort ist mir bei aufgefallen, dass es mit Ausnahme der Null für keine andere Belegung geben kann, denn wegen und kann man für das Polynom kein geeignetes Polynom finden, sodass sich die Ausdrücke eliminieren. Ebenso für und . |
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| 03.12.2024, 15:21 | IfindU | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Ohne tiefer einzusteigen, ein alternativer Ansatz, Etwas anschaulicher finde ich (Analysis-geprägt und sicher individuell) den Speziallfall wo nur einfache Nullstellen haben da man hier leicht mit dem Fundamentalsatz der Algebra argumentieren kann. Seien die Nullstellen von und die Nullstellen von . Angenommen , d.h. für allle . Setzt man die Nulllstellen von ein, erhält man . Da ist . Damit besitzt insgesamt verschiedene Nullstellen, und da nur Grad besitzt, muss es das Nullpolynom sein. Zum allgemeinen Fall kann man vermutlich recht leicht gehen, indem man nachweißt, dass eine -fache Nullstelle von zu einer -fachen Nullstelle von führt, bspw. durch Betrachtung und dann betrachtet. |
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Ich hatte ein "nicht" vergessen. Es muss richtig lauten: