Zölle und Geschäftsberichte

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PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »
Zölle und Geschäftsberichte
Meine Frage:
Guten Tag liebes Matheboard,

ich wollte mein laues Finanzwissen ein wenig schärfen und ich habe zuletzt angefangen Geschäftsberichte von Unternehmen zu analysieren und versucht die Zahlen die dort drin stehen zu verstehen.

Ich verstehe ehrlich nicht und ich glaube auch viele Analysten wissen nicht was sie mit einer günstig oder hoch bewerteten Aktie wirklich meinen.

Fakten:
Die USA importiert mehr als sie exportiert -> Handelsdefizit (773 Mrd USD)

Meine Ideen:
Mich würde interessieren anhand eines Geschäftsberichtes (bin offen für Vorschläge) was so ein Zollanstieg China, Europa (10%), Mexiko oder Kanada (25%) bedeuten würde? Und an welchen Zahlen würde sich das in einem Geschäftsbericht unmittelbar widerspiegeln?

Makroökonomisch würden die Zölle großteils ohnehin durch die US-Unternehmen bezahlt werden die Waren aus dem Ausland bestellen. Das führt ja dann dazu der US-Verbraucher großteils dafür zahlen muss und die Inflation ansteigt.

Grüße
Paula
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Da gibt es nichts weiter zu verstehen. Die gesamte Wirtschaft ist ein einziger großer Schwindel, und jede/r holt für sich auf Kosten anderer heraus, was er oder sie kann.
G291224 Auf diesen Beitrag antworten »

1. Makroökonomische Auswirkungen von Zöllen

Wenn die USA Zölle auf Importe aus Ländern wie China, Europa, Mexiko oder Kanada erhöhen, haben diese Zölle Auswirkungen auf verschiedene Ebenen der Wirtschaft:

Zölle werden von den importierenden Unternehmen gezahlt: In vielen Fällen werden die Zölle von den US-Unternehmen getragen, die Waren aus dem Ausland importieren. Das führt zu einer Erhöhung der Kosten für Unternehmen, die Waren aus diesen Ländern beziehen.
Preisanstieg für den US-Verbraucher: Diese zusätzlichen Kosten werden häufig auf die Endverbraucherpreise umgelegt, was zu einer höheren Inflation führen kann.
Wettbewerbsfähigkeit: Die gestiegenen Importkosten können die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Produkte im Vergleich zu inländischen Produkten beeinträchtigen.

2. Wie Zölle im Geschäftsbericht sichtbar werden

In einem Geschäftsbericht eines Unternehmens (z.B. ein Jahresbericht oder Quartalsbericht) gibt es mehrere Zahlen und Positionen, bei denen du Auswirkungen durch Zölle erkennen könntest. Hier sind die wichtigsten:
a. Umsatz (Revenue)

Veränderungen der Umsätze könnten durch höhere Zölle beeinflusst werden, wenn die Unternehmen gezwungen sind, die Preise zu erhöhen, um die zusätzlichen Kosten zu decken, oder wenn die Nachfrage aufgrund höherer Preise sinkt.
Geografische Umsätze: Viele Unternehmen veröffentlichen Umsatzinformationen, aufgeschlüsselt nach geografischen Regionen. Wenn ein Unternehmen viel Umsatz in den Ländern erzielt, von denen Zölle betroffen sind, könnte ein Rückgang der Nachfrage oder eine Veränderung in den Verkäufen auftreten.

b. Kosten der verkauften Waren (COGS - Cost of Goods Sold)

Erhöhte Importkosten durch Zölle spiegeln sich direkt in den Produktionskosten wider. Unternehmen, die stark von ausländischen Lieferanten abhängig sind, könnten hier einen Anstieg der Einkaufspreise verzeichnen.
Bruttomarge: Wenn die COGS steigen und das Unternehmen die Preise nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergeben kann, sinkt die Bruttomarge (Gross Profit Margin). Du kannst diese Veränderung direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung sehen.

c. Betriebskosten (Operating Expenses)

Unternehmen, die in Zölle investieren oder ihre Lieferketten anpassen müssen (z. B. durch Verlagerung von Produktionsstätten oder das Finden neuer Lieferanten), können höhere Betriebskosten verzeichnen. Diese Kosten können in der Betriebsaufwandsanalyse erscheinen.

d. Nettoergebnis (Net Income)

Ein Anstieg der Zölle könnte das Nettoergebnis eines Unternehmens verringern, vor allem, wenn das Unternehmen die Kosten nicht an die Endverbraucher weitergeben kann oder durch höhere Produktionskosten höhere Ausgaben hat. Ein Rückgang des Gewinns ist eine wichtige Kennzahl, auf die du achten solltest.

e. Cashflow (Cash Flow)

Free Cash Flow (FCF) könnte durch steigende Zölle negativ beeinflusst werden, wenn Unternehmen höhere Ausgaben haben (z. B. für neue Lieferanten oder höhere Lagerkosten), ohne gleichzeitig eine sofortige Umsatzsteigerung zu erfahren.
Working Capital: Zölle und steigende Lagerbestände aufgrund von höheren Importkosten könnten das Working Capital beeinflussen, was du in der Bilanz sehen könntest.

f. Lieferketten und Lagerbestände

In einigen Berichten könnte das Unternehmen auch eine Bewertung der Lieferkettenrisiken oder Lagerbestände ansprechen, insbesondere wenn es darum geht, Zölle und Importkosten zu berücksichtigen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise darauf hinweist, dass es verstärkt Lagerbestände aufbaut, könnte dies darauf hindeuten, dass es sich auf steigende Importkosten und Zölle vorbereitet.

3. Beispielanalyse

Nehmen wir an, du analysierst den Geschäftsbericht eines großen Unternehmens wie Apple oder Walmart, die stark von internationalen Lieferketten abhängen. Wenn die USA beispielsweise Zölle auf chinesische Produkte um 10% erhöhen:

Kosten der verkauften Waren (COGS): Apple könnte höhere Produktionskosten haben, da ein großer Teil ihrer Produkte aus China importiert wird. Diese höheren Kosten könnten sich negativ auf die Bruttomarge auswirken, wenn das Unternehmen die höheren Preise nicht vollständig an die Kunden weitergeben kann.
Umsatz: Möglicherweise müssen sie ihre Preise erhöhen, was zu einer nachhaltigen Nachfrageverringerung führen könnte.
Gewinnmargen: Wenn der Umsatz steigt, aber die Kosten schneller steigen, könnte der Gewinn sinken, was in der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar wird.

4. Zusammenfassung der wichtigsten Kennzahlen

Um zu verstehen, wie sich Zölle auf ein Unternehmen auswirken, kannst du also folgende Kennzahlen und Positionen im Geschäftsbericht besonders im Auge behalten:

Umsatz (Revenue) und Geografische Aufschlüsselung der Umsätze
Kosten der verkauften Waren (COGS) und Bruttomarge
Betriebskosten (Operating Expenses)
Nettoergebnis (Net Income)
Free Cash Flow und Working Capital
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G291224
1. Makroökonomische Auswirkungen von Zöllen

Wettbewerbsfähigkeit: Die gestiegenen Importkosten können die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Produkte im Vergleich zu inländischen Produkten beeinträchtigen.

Aufgrund meines noch lückenhaften Wissens ist mir ist noch nicht ganz klar aus welcher Perspektive dies betrachtet wird (Inländisches versus Ausländisches Unternehmen) und wie kann man da gescheit diesen Einfluss analysieren zwischen zwei z.B. Autobauern die ohnehin so zerstreute Lieferketten und Produktionsstätten haben. verwirrt Die relevanten Infos herauszusuchen bzw. zu identifizieren.


Zitat:
Original von G291224
Um zu verstehen, wie sich Zölle auf ein Unternehmen auswirken, kannst du also folgende Kennzahlen und Positionen im Geschäftsbericht besonders im Auge behalten:
Kosten der verkauften Waren (COGS) und Bruttomarge
Betriebskosten (Operating Expenses)

Und unmittelbar würde ich jetzt sagen sieht man den direkten Einfluss von Zöllen in den Betriebskosten bzw. den Kosten der verkauften Waren. In den anderen Zahlen natürlich ist der Einfluss auch drin aber nicht so klar und deutlich.

Zitat:
Original von G291224
Nehmen wir an, du analysierst den Geschäftsbericht eines großen Unternehmens wie Apple oder Walmart, die stark von internationalen Lieferketten abhängen. Wenn die USA beispielsweise Zölle auf chinesische Produkte um 10% erhöhen:

Kosten der verkauften Waren (COGS): Apple könnte höhere Produktionskosten haben, da ein großer Teil ihrer Produkte aus China importiert wird. Diese höheren Kosten könnten sich negativ auf die Bruttomarge auswirken, wenn das Unternehmen die höheren Preise nicht vollständig an die Kunden weitergeben kann.
Umsatz: Möglicherweise müssen sie ihre Preise erhöhen, was zu einer nachhaltigen Nachfrageverringerung führen könnte.
Gewinnmargen: Wenn der Umsatz steigt, aber die Kosten schneller steigen, könnte der Gewinn sinken, was in der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar wird.


Ich hab mal die Q4-Ergebnisse von Apple angeschaut (Link geht leider nicht) und bin mal durch die Zahlen durchgegangen. Wie geht man da systematisch vor? Man vergleich immer nur Unternehmen innerhalb einer Branche und die Zahlen am Besten immer über einen längeren Zeithorizont soweit so gut.

Net income und net sales sind rückläufig. Betriebskosten sind auch höher. Europa und Amerika sind die größten Absatzmärkte. Und was kann man daraus für Schlüsse ziehenverwirrt Big Laugh

Vielen Dank für die ausführliche Erläuterungen!

Earnings per share (Gewinn je Aktie) ist wie viel man mit einer Aktie Gewinn gemacht hat?

Grüße
Paula
G301224 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Earnings per share (Gewinn je Aktie) ist wie viel man mit einer Aktie Gewinn gemacht hat?


Earnings per share (EPS) ist eine wichtige Finanzkennzahl, die den Gewinn pro Aktie eines Unternehmens angibt. Sie wird berechnet, indem der Nettogewinn eines Unternehmens durch die Anzahl der Aktien geteilt wird.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G291224
1. Makroökonomische Auswirkungen von Zöllen

Wettbewerbsfähigkeit: Die gestiegenen Importkosten können die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Produkte im Vergleich zu inländischen Produkten beeinträchtigen.

Könntest du mir da nochmal zum Verständnis ein Beispiel zeigen?

Zitat:
Original von PaulaAula21
Zitat:
Original von G291224
Um zu verstehen, wie sich Zölle auf ein Unternehmen auswirken, kannst du also folgende Kennzahlen und Positionen im Geschäftsbericht besonders im Auge behalten:
Kosten der verkauften Waren (COGS) und Bruttomarge
Betriebskosten (Operating Expenses)

Also wenn wir das auf die Apple-Zahlen aus Q4 beziehen würde aus dem Bauch heraus sagen (ohne jede einzelne Zahl verstanden zu haben), dass es schon einen Effekt haben könnte, da das Wachstum stagniert und Europa und China die größten Märkte sind?
----
Zitat:
Original von G301224
Earnings per share (EPS) ist eine wichtige Finanzkennzahl, die den Gewinn pro Aktie eines Unternehmens angibt. Sie wird berechnet, indem der Nettogewinn eines Unternehmens durch die Anzahl der Aktien geteilt wird.

Also wenn Apple in Q4 ein EPS von 0.97$ hatte müssten der Nettogewinn und die Anzahl der Aktien fast identisch sein. 14,736 in Mio geteilt durch Basic 15,171,990 bzw. Diluted (was auch immer das bedeutet) 15,424,853 in Tausend verwirrt

Guten Rutsch und danke!
Paula
 
 
G311224 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Könntest du mir da nochmal zum Verständnis ein Beispiel zeigen?

Deutschland z.B. erhebt Zölle auf chinesische Waren, die dadurch teuerer werden für deutsche Kunde.
Die kaufen dann vlt. eher deutsche Produkte, wenn sie mindestens gleichwertig sind.
Der Exporteur hat somit größere Konkurrenz und setzt weniger ab.
Sinn der Zölle ist, die eigene Wirtschaft zu stützen und vor unlauterer Konkurrenz zu schützen.
Es ist bekannt, dass China eigene Unternehmen subventioniert um ihnen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Sonst könnte China nicht so billig anbieten. Im Klartext: der chines. Staat kommt für Defizite auf, die seine Firmen
machen, die sonst pleite gingen. Niemand kann auf Dauer rote Zahlen schreiben.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G311224
Deutschland z.B. erhebt Zölle auf chinesische Waren, die dadurch teuerer werden für deutsche Kunde.
Die kaufen dann vlt. eher deutsche Produkte, wenn sie mindestens gleichwertig sind.
Der Exporteur hat somit größere Konkurrenz und setzt weniger ab.

Ja E-Autos sind da ja ein gutes Beispiel. Das leuchtet ein. Wie wirkt sich jedoch der Yuan/EUR Kurs für die Unternehmen aus? Wer muss wann weniger bzw. mehr zahlen? verwirrt

Zitat:
Original von G311224
Sinn der Zölle ist, die eigene Wirtschaft zu stützen und vor unlauterer Konkurrenz zu schützen.
Es ist bekannt, dass China eigene Unternehmen subventioniert um ihnen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Sonst könnte China nicht so billig anbieten. Im Klartext: der chines. Staat kommt für Defizite auf, die seine Firmen machen, die sonst pleite gingen. Niemand kann auf Dauer rote Zahlen schreiben.

Okay aber was hat das Defizit mit den Zöllen zu tun? verwirrt Ja den Firmen wird mit Subventionen unter die Arme gegriffen, damit diese nicht Pleite gehen. Wenn eine Firma Gewinn macht sollte es unabhängig davon ob die Ware im Ausland oder Inland verkauft wird keine Steigerung des Defizits erfolgen, richtig?

Danke! Frohes Neues Prost
Paula
G010125 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Wer muss wann weniger bzw. mehr zahlen
?

Fällt der Kurs einer Währung werden Produkte, die in dieser zu bezahlen sind, billiger füt andere.
Fällt z.B. der Dollar gegen den Euro, wird Rohöl oder amerikanische Waren für Europäer billiger.

Zitat:
Okay aber was hat das Defizit mit den Zöllen zu tun?

Zölle machen Waren künstlich teuerer und damit inattraktiver für Kunden in den Ländern, die Zölle erheben.
Dann sind z.B. chines. Auto nicht mehr so günstig wie ohne Zollaufschlag.
Der Absatz geht zurück,was das Ziel ist.

Zitat:
Wenn eine Firma Gewinn macht sollte es unabhängig davon ob die Ware im Ausland oder Inland verkauft wird keine Steigerung des Defizits erfolgen, richtig?

Der Gewinn hängt vom Umsatz ab. sinkt dieser fällt gewöhnlich auch der Gewinn.
Wenn du weniger verkaufst und den Preis nicht erhöhen kannst, sinkt dein Gewinn.
Ohne Zölle wird mehr exportiert, wodurch die Nachfrage höher ist nach ausländischen Gütern,
wenn sie billiger sind ais inländische. Beispiel: chines. Elektroautos oder Billigwaren.
Die will man mit Zöllen weniger konkurrezfähig machen. So kann es zu Handelskriegen kommen,
wenn man sich gegenseitig hochschaukelt. Ziel ist ein Außenhandelsgleichgewicht.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G010125
Zitat:
Wer muss wann weniger bzw. mehr zahlen
?

Fällt der Kurs einer Währung werden Produkte, die in dieser zu bezahlen sind, billiger füt andere.
Fällt z.B. der Dollar gegen den Euro, wird Rohöl oder amerikanische Waren für Europäer billiger.

Okay, dann machen wir mal das an einem Beispiel fest.
1) Dollarkurs USD/EUR man bekommt für einen Dollar entsprechend 100 Cent (was bald gut möglich sein wird)
2) Dollarkurs USD/EUR man bekommt für einen Dollar entsprechend 80 Cent (wie vor langer Zeit)

Sagen wir mal ich kaufe als Europäerin 100 barrel zu 70$ im Wert von 7000$ im 1:1 Verhältnis (EUR zu Dollar) ist es gleich und im Fall 2) bräuchte ich nur 5600€, wenn der Ölpreis über den Zeitraum gleich geblieben wäre.

Machen wir den gleichen Vergleich mit einem iPhone. Apple ist eine amerikanische Firma, produziert aber in China, Taiwan oder montiert da. Die Aussage, dass ein iPhone in den USA genauso teuer ist wie in Europa wäre dann aber nur wahr wenn, der Preis währungstechnisch gleich und auch nicht künstlich durch Händler erhöht oder gesenkt worden wäre und es keine Zölle gibt? Richtig?

Zitat:
Original von PaulaAula21
Fakten:
Die USA importiert mehr als sie exportiert -> Handelsdefizit (773 Mrd USD)

Was bedeutet das aber konkret? Und wozu kann das führen? Verschuldung, hohe Arbeitslosigkeit, was noch?
Und was ist wenn man andersrum zu viel exportiert? Warum soll dann die Inflation ansteigen? Wann könnten defizitäre Staaten ausfallen?

Zitat:
Original von G010125
Der Gewinn hängt vom Umsatz ab. sinkt dieser fällt gewöhnlich auch der Gewinn.
Wenn du weniger verkaufst und den Preis nicht erhöhen kannst, sinkt dein Gewinn.
Ohne Zölle wird mehr exportiert, wodurch die Nachfrage höher ist nach ausländischen Gütern,
wenn sie billiger sind ais inländische. Beispiel: chines. Elektroautos oder Billigwaren.
Die will man mit Zöllen weniger konkurrezfähig machen. So kann es zu Handelskriegen kommen,
wenn man sich gegenseitig hochschaukelt. Ziel ist ein Außenhandelsgleichgewicht.

Du meinst mit Außenhandelsgleichgewicht Export und Import in der Bilanz gleich zu halten. Grundsätzlich ist aber Export besser als Import, warum?

Grüße und danke,
Paula
G050125 Auf diesen Beitrag antworten »
G050125
Zitat:
Machen wir den gleichen Vergleich mit einem iPhone. Apple ist eine amerikanische Firma, produziert aber in China, Taiwan oder montiert da. Die Aussage, dass ein iPhone in den USA genauso teuer ist wie in Europa wäre dann aber nur wahr wenn, der Preis währungstechnisch gleich und auch nicht künstlich durch Händler erhöht oder gesenkt worden wäre und es keine Zölle gibt? Richtig?

Ja. Nur wird der Handel versuchen draufzuschlagen, was geht.

Zitat:
Was bedeutet das aber konkret?

Devisenabfluss. Hat Einfluss auf die Wechselkurse.

Zitat:
Du meinst mit Außenhandelsgleichgewicht Export und Import in der Bilanz gleich zu halten

Ja, das gehört zum magischen Viereck.


Zitat:
Grundsätzlich ist aber Export besser als Import, warum?

Weil davon die Wirschaft abhängt. Deutschland ist ein Exportland und war mal Exportweltmeister.
Ohne Export sähe es düster aus. Hohe Importe machen abhängig und können teuer werden (Devisenabfluss)
Bei VW ist der Absatz eingebrochen, die Folgen liest man täglich in der Presse.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »
Re: G050125
Zitat:
Original von G050125
Ja. Nur wird der Handel versuchen draufzuschlagen, was geht.

Ja zu sehr aber dann auch nicht sonst bestellen die Leute wo anders oder suchen sich die passenden Händler.

Zitat:
Original von G050125
Zitat:
Was bedeutet das aber konkret?

Devisenabfluss. Hat Einfluss auf die Wechselkurse.

Okay und wie erkennt man das? Bzw. an welchen makroökonomischen Faktoren wird das initiiert?

Zitat:
Original von G050125
Zitat:
Grundsätzlich ist aber Export besser als Import, warum?

Weil davon die Wirschaft abhängt. Deutschland ist ein Exportland und war mal Exportweltmeister.
Ohne Export sähe es düster aus. Hohe Importe machen abhängig und können teuer werden (Devisenabfluss)
Bei VW ist der Absatz eingebrochen, die Folgen liest man täglich in der Presse.

Hast du ein Beispiel für den Devisenabfluss? Gelder werden umgeparkt bzw. umgewandelt, aber wie konkret? Ja der Markt und die Konkurrenz schläft nicht.

Grüße und danke,
Paula
G050125 Auf diesen Beitrag antworten »
Re: G050125
Zitat:
Bzw. an welchen makroökonomischen Faktoren wird das initiiert?

Wenn die USA chin. Waren kaufen, müssen sie den Dollar gegen den Yuan umtauschen = verkaufen.
Dadurch fließt US-Währung nach China ab. Werden viel Yuan nachgefragt, steigt deren Kurswert.
Die Chinesen häufen so Dollarguthaben an.
Wenn sie US-Waren kaufen, fließt ein Teil ihrer Dollar-Guthaben wieder in die USA zurück.
So geht das hin und her, je nachdem wer von wem wieviel kauft. Die Devisenbestände ändern sich.
Fällt der Dollar, kann China z.B. Rohöl billiger kaufen, das in Dollar abgerechnet wird.
Damit ist auch die Devisenfrage beantwortet, oder?
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »
Re: G050125
Zitat:
Original von G050125
Wenn die USA chin. Waren kaufen, müssen sie den Dollar gegen den Yuan umtauschen = verkaufen.
Dadurch fließt US-Währung nach China ab. Werden viel Yuan nachgefragt, steigt deren Kurswert.
Die Chinesen häufen so Dollarguthaben an.
Wenn sie US-Waren kaufen, fließt ein Teil ihrer Dollar-Guthaben wieder in die USA zurück.
So geht das hin und her, je nachdem wer von wem wieviel kauft. Die Devisenbestände ändern sich.
Fällt der Dollar, kann China z.B. Rohöl billiger kaufen, das in Dollar abgerechnet wird.
Damit ist auch die Devisenfrage beantwortet, oder?

Und wie bekommt der Devisenmarkt mit, dass die Firma xy so viel Yuan gegen $ umgetauschst wird, dass der Währungskurs sich ändert? Es werden ja nicht nur Waren, sondern auch Dienstleistungen, Kapital exportiert.

Welche Kennziffern werden denn verwendet und werden ausgewertet in Hinblick auf den Kurs? Einige Währungen sind gekoppelt an Rohstoffe. Aber sonst? verwirrt

Es ist ja nichts anderes als ein Angebot-Nachfrage-Prinzip nur wie fließen die Kennzahlen in den Wechselkurs ein?

Grüße und danke,
Paula
G050125 Auf diesen Beitrag antworten »
Re: G050125
Zitat:
Und wie bekommt der Devisenmarkt mit, dass die Firma xy so viel Yuan gegen $ umgetauschst wird,

Weil die Nachfrage nach dem Yuan steigt und damit dessen Kurs. Heute läuft das alles voll elektronisch.

Es gilt wie immer das Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Zitat:
Einige Währungen sind gekoppelt an Rohstoffe.

Nein, es geht darum in welcher Währung ein Rohstoff zu bezahlen ist.
Bei Rohöl ist das der Dollar, bei dt. Autos der Euro etc.

Kennzahlen sagt man hier nicht, das ist ein bilanztechnischer Begriff.
Es geht nur um Angebot und Nachfrage/supply and demand

PS:
Dollar halten nicht nur Banken.
Es gibt viele Marktteilnehmer, auch Privatleute, die z.B. mit den Dollar speklulieren u.a. mit Stopp-Loss-Orders o.ä. Sie verkaufen per Computer,
sobald ein Kurswert unterschritten wird oder kaufen, wenn er bestimmten Kurswert überschritten hat.
Da das weltweit rund um die Uhr geschieht, sind die Kurse immer in Bewegung. Politische Ereignissen
führen zu An- oder Verkäufen oder auch Ängste. Es ist viel Psychologie im Spiel und irrationales Verhalten,
mit dem sich viel Geld verdienen lässt, wenn man etwa Krisen vorhersieht und richtig einzuschätzen weiß.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G050125
Weil die Nachfrage nach dem Yuan steigt und damit dessen Kurs. Heute läuft das alles voll elektronisch.

Es gilt wie immer das Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Okay, wird das aber wirklich an jeder beliebigen Wechselstube elektronisch übermittelt oder werden irgendwelche Kleinbeträge nicht erfasst?

Zitat:
Original von G050125
Zitat:
Einige Währungen sind gekoppelt an Rohstoffe.

Nein, es geht darum in welcher Währung ein Rohstoff zu bezahlen ist.
Bei Rohöl ist das der Dollar, bei dt. Autos der Euro etc.

Kennzahlen sagt man hier nicht, das ist ein bilanztechnischer Begriff.
Es geht nur um Angebot und Nachfrage/supply and demand

Da gibt es aber schon Unterschiede wie bei FIAT (von einer Behörde stammend), pegged, floating and fixed exchange rate regimes.

Grüße
Paula

PS: Davon liest man, davon lässt man aber auch die Finger weg, wenn man keine Strategie hat. Big Laugh
G050125 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
kay, wird das aber wirklich an jeder beliebigen Wechselstube elektronisch übermittelt

Sie fragen sicher die Kurse ab, bevor sie umtauschen.
Große Sachen laufen über Banken und Börsenplätze.

FIAT-Währung:
Eine Währung, die von einer staatlichen Behörde (meist Zentralbank) herausgegeben wird
Nicht durch physische Güter wie Gold gedeckt
Ihr Wert basiert auf Vertrauen in die ausgebende Institution

Pegged Exchange Rate (Fixierter/gebundener Wechselkurs):
Die Währung ist fest an eine andere Währung oder einen Währungskorb gekoppelt
Die Zentralbank verpflichtet sich, diesen Kurs zu verteidigen
Beispiel: Der Hong Kong Dollar ist an den US-Dollar gekoppelt


Fixed Exchange Rate (Fester Wechselkurs):
Ähnlich wie pegged, aber typischerweise mit etwas mehr Flexibilität
Oft wird ein schmaler Korridor für Schwankungen zugelassen
Die Zentralbank interveniert, wenn der Kurs aus diesem Korridor auszubrechen droht


Floating Exchange Rate (Freier/flexibler Wechselkurs):
Der Währungskurs wird durch Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt
Keine systematischen Interventionen der Zentralbank
Beispiele: Euro, US-Dollar, Japanischer Yen

Der Hauptunterschied zwischen "pegged" und "fixed" liegt in der Strenge der Bindung: Ein "pegged" Rate ist normalerweise
strikt an einen bestimmten Wert gebunden, während "fixed" Rates oft kleine Schwankungen zulassen.

PS:
1992 waren die Banken machtlos, als Soros Pfund und ital. Lira angriff,deren Werte einbrachen.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G050125
Der Hauptunterschied zwischen "pegged" und "fixed" liegt in der Strenge der Bindung: Ein "pegged" Rate ist normalerweise strikt an einen bestimmten Wert gebunden, während "fixed" Rates oft kleine Schwankungen zulassen.

Und wie kommt der "kleine" Korridor an Schwankungen zustande bei fixed exchange rates?

Zitat:
Original von G050125
FIAT-Währung:
Eine Währung, die von einer staatlichen Behörde (meist Zentralbank) herausgegeben wird
Nicht durch physische Güter wie Gold gedeckt
Ihr Wert basiert auf Vertrauen in die ausgebende Institution

Also alle Währungen in Papierform sind doch FIAT-Währungen?

Zitat:
Original von G050125
Pegged Exchange Rate (Fixierter/gebundener Wechselkurs):

Fixed Exchange Rate (Fester Wechselkurs):

Floating Exchange Rate (Freier/flexibler Wechselkurs):

Jetzt muss ich aber ehrlich zugeben, dass mir noch nicht einleuchtet was bei Defizit/Kredit und Devisenfluss bei den verschiedenen Wechselkursen passiert verwirrt

PS: Das sagt mir ehrlich nichts, da muss ich nachlesen. Da habe ich noch nicht das Licht der Welt erblickt. Eurokrise sagt mir was unglücklich
G050125 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Und wie kommt der "kleine" Korridor an Schwankungen zustande bei fixed exchange rates?

Bandbreiten-Festlegung:


Die Zentralbank legt offiziell eine erlaubte Schwankungsbreite fest
Zum Beispiel ±1% oder ±2% um den Zielkurs
Historisches Beispiel: Das Europäische Währungssystem (EWS) hatte ±2.25% Bandbreite

Interventionspunkte:
"Intervention Bands" oder "Target Zones" werden definiert
Wenn der Kurs die Grenzen erreicht, MUSS die Zentralbank eingreifen durch:

Devisenmarktinterventionen (Kauf/Verkauf von Währungen)
Anpassung der Zinssätze
Einsatz von Währungsreserven

Marktmechanismen innerhalb des Korridors:
Innerhalb der Bandbreiten darf der Markt frei handeln
Händler und Spekulanten wissen um die Interventionspunkte
Dies führt zu einem sich selbst stabilisierenden Effekt, da:
Bei Annäherung an die Grenzen steigt die Wahrscheinlichkeit für Zentralbankeingriffe
Marktteilnehmer antizipieren dies und passen ihr Verhalten an

"Soft Bands"
Manchmal gibt es auch inoffizielle/weiche Korridore
Die Zentralbank interveniert hier nach Ermessen
Dies macht das System flexibler, aber weniger vorhersehbar

Der Korridor ist also ein Kompromiss zwischen völlig fixen und völlig flexiblen Kursen. Er bietet etwas Flexibilität für Marktanpassungen, während er gleichzeitig übermäßige Volatilität verhindert.

Zitat:
Also alle Währungen in Papierform sind doch FIAT-Währungen?


Nein, nicAlso alle Währungen in Papierform sind doch FIAT-Währungen?
ht unbedingt. Der entscheidende Punkt bei FIAT-Währungen ist nicht die physische Form (Papier),
sondern die fehlende intrinsische Wertdeckung. Hier die Unterscheidung:
FIAT-Währungen:
Wert basiert nur auf staatlicher Anordnung und Vertrauen
Keine physische Deckung durch Edelmetalle oder andere Wertgegenstände
Beispiel: Heutige Euro, Dollar etc.

Historische Gegenbeispiele (Papiergeld, aber keine FIAT-Währung):
Gold-Standard-Systeme: Hier waren Papier-Banknoten durch Gold gedeckt
Die Deutsche Reichsmark war zeitweise durch Gold/Devisen gedeckt
US-Dollar war bis 1971 durch Gold gedeckt (Bretton-Woods-System)

Bei diesen historischen Systemen konnte man theoretisch
die Banknoten gegen eine festgelegte Menge Gold eintauschen. Sie waren also Papiergeld, aber keine FIAT-Währungen.
Heute sind allerdings tatsächlich die meisten Währungen FIAT-Währungen, da die Golddeckung weitgehend aufgegeben wurde.

Zitat:
Jetzt muss ich aber ehrlich zugeben, dass mir noch nicht einleuchtet was bei Defizit/Kredit und Devisenfluss bei den verschiedenen Wechselkursen passiert

Bei flexiblen Wechselkursen (floating):
Handelsbilanzdefizit führt automatisch zur Währungsabwertung
Diese Abwertung macht:
Exporte günstiger → steigen
Importe teurer → sinken
Dadurch korrigiert sich das Defizit tendenziell von selbst
Die Zentralbank muss nicht intervenieren

Bei festen Wechselkursen (fixed/pegged)
Bei Handelsbilanzdefizit muss die Zentralbank den Kurs stützen
Sie muss dafür:
Devisen aus ihren Reserven verkaufen
Eigene Währung vom Markt kaufen
Die Devisenreserven sinken dadurch
Wenn die Reserven zur Neige gehen, droht eine Währungskrise

Kapitalverkehr:
Defizite können durch Kapitalimporte finanziert werden:
Ausländische Kredite
Ausländische Investitionen

Bei festen Kursen: Höhere Zinsen nötig um Kapital anzuziehen
Bei flexiblen Kursen: Währungsabwertung macht Investitionen attraktiver
Das "impossible trinity" Problem:
Man kann nicht gleichzeitig haben:
Feste Wechselkurse
Freien Kapitalverkehr
Unabhängige Geldpolitik
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G050125
Zitat:
Und wie kommt der "kleine" Korridor an Schwankungen zustande bei fixed exchange rates?

Bandbreiten-Festlegung:

Die Zentralbank legt offiziell eine erlaubte Schwankungsbreite fest
Zum Beispiel ±1% oder ±2% um den Zielkurs
Historisches Beispiel: Das Europäische Währungssystem (EWS) hatte ±2.25% Bandbreite

Interventionspunkte:
"Intervention Bands" oder "Target Zones" werden definiert
Wenn der Kurs die Grenzen erreicht, MUSS die Zentralbank eingreifen durch:

Devisenmarktinterventionen (Kauf/Verkauf von Währungen)
Anpassung der Zinssätze
Einsatz von Währungsreserven

EWS hatte? Wie ist es denn jetzt? Und vor allem auf was genau bezieht sich die Schwankungsbandbreite?

Zitat:
Original von G050125
Bei flexiblen Wechselkursen (floating):
Handelsbilanzdefizit führt automatisch zur Währungsabwertung
Diese Abwertung macht:
Exporte günstiger → steigen
Importe teurer → sinken
Dadurch korrigiert sich das Defizit tendenziell von selbst
Die Zentralbank muss nicht intervenieren

Bei festen Wechselkursen (fixed/pegged)
Bei Handelsbilanzdefizit muss die Zentralbank den Kurs stützen
Sie muss dafür:
Devisen aus ihren Reserven verkaufen
Eigene Währung vom Markt kaufen
Die Devisenreserven sinken dadurch
Wenn die Reserven zur Neige gehen, droht eine Währungskrise

Kapitalverkehr:
Defizite können durch Kapitalimporte finanziert werden:
Ausländische Kredite
Ausländische Investitionen

Bei festen Kursen: Höhere Zinsen nötig um Kapital anzuziehen
Bei flexiblen Kursen: Währungsabwertung macht Investitionen attraktiver
Das "impossible trinity" Problem:
Man kann nicht gleichzeitig haben:
Feste Wechselkurse
Freien Kapitalverkehr
Unabhängige Geldpolitik

Gibt es denn aktuell Länder wo Reserven zu Ende gehen und eine Währungskrise drohen könnte? Wie findet man das heraus?

Warum ist dann der Dollar so stark wenn das Defizit so groß ist in Amerika?

Den Rest muss ich noch bisschen Sacken lassen verwirrt

PS: Bretton-Woods kenne ich.
G0601.25 Auf diesen Beitrag antworten »

Das EWS greift ein durch An-oder Verkäufe,wenn die Bandbreite überschritten wird.
Mit einer hohen Nachfrage kann man eine Währung stabiliisieren, sofern nicht Spekulanten mit noch höheren Verkäufen dagegenhalten,
wie es 1992 der Fall war. Dann greifen Optiongeschäfte = Wetten auf die Kursentwicklung mit fatalen Folgen
Berühmt ist die Krise um den thailändischen Baht.
Die Asienkrise 1997/98 begann mit der Krise des thailändischen Baht -
dies war ein sehr lehrreiches historisches Beispiel für Währungskrisen:
Vorgeschichte:
Thailand hatte den Baht an den US-Dollar gekoppelt
Hohe Auslandsverschuldung in Dollar
Immobilien- und Aktienblase durch ausländische Kredite
Große Leistungsbilanzdefizite
Der Krisenausbruch:
Am 2. Juli 1997 musste Thailand die Dollarbindung aufgeben
Der Baht verlor innerhalb weniger Monate über 50% seines Wertes
Viele Unternehmen und Banken wurden zahlungsunfähig, da ihre Dollarschulden nun viel teurer wurden
Die Krise griff auf andere asiatische Länder über ("Ansteckungseffekt")
Krisenbekämpfung:
IWF-Rettungspaket über 17,2 Mrd. Dollar
Strenge Auflagen: Haushaltskürzungen, Zinserhöhungen, Strukturreformen
Schließung zahlreicher Banken und Finanzinstitute
Freigabe des Wechselkurses
Lehren:
Gefahr fester Wechselkurse bei hoher Auslandsverschuldung
Wichtigkeit ausreichender Währungsreserven
Risiken eines unregulierten Finanzsektors
Bedeutung transparenter Wirtschaftsdaten

Die thailändische Wirtschaft brauchte mehrere Jahre zur Erholung, hat aber aus der Krise gelernt und ihre Währungsreserven sowie Finanzmarktregulierung deutlich verstärkt.
Um potenzielle Währungskrisen zu identifizieren, sollten wir auf mehrere Indikatoren achten:
Wichtige Kennzahlen sind:
Währungsreserven im Verhältnis zu den kurzfristigen Auslandsschulden
Deckung der Importe durch Reserven (in Monaten)
Leistungsbilanzdefizit
Auslandsverschuldung
Wechselkursentwicklung

Weitere Infos zu aktuelleren Entwicklungen:
Stand Anfang 2024 gelten als besonders gefährdet:
Pakistan:
Sehr niedrige Devisenreserven
Hohe Auslandsverschuldung
Starke Abhängigkeit von IWF-Hilfen

Ägypten:
Massive Abwertung des ägyptischen Pfunds
Hohe Auslandsverschuldung
Akute Devisenknappheit

Sri Lanka:
Noch in der Staatspleite von 2022
Weiterhin sehr geringe Reserven

Türkei:
Stark negative Netto-Reservenposition
Hohe Inflation
Währung unter Druck

Diese Einschätzung basiert auf meinem Wissensstand von April 2024. Für aktuelle Entwicklungen empfehle ich:
IWF-Berichte und Datenbank
Weltbank-Statistiken
Rating-Agenturen wie Moody's oder S&P
Finanzmedien wie Bloomberg oder Financial Times
Trading Economics für aktuelle Wirtschaftsdaten

Die Situation kann sich schnell ändern - besonders wenn externe Schocks wie Rohstoffpreisänderungen oder geopolitische Krisen auftreten.

Zitat:
Warum ist dann der Dollar so stark wenn das Defizit so groß ist in Amerika?

Die Stärke des US-Dollars trotz des hohen Defizits in den USA kann durch mehrere Faktoren erklärt werden:

Vertrauen in die US-Wirtschaft: Der US-Dollar ist die Weltreservewährung. Viele Länder halten große Mengen an Dollar-Reserven, was die Nachfrage nach dem Dollar stabil hält, selbst wenn die USA ein hohes Haushaltsdefizit haben. Das Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft und ihre relative Stabilität machen den Dollar attraktiv.

Zinsen und Geldpolitik: Wenn die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze erhöht, was oft zur Bekämpfung von Inflation oder zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums geschieht, wird der Dollar für Investoren attraktiver, da sie höhere Renditen auf Anleihen und andere festverzinsliche Anlagen in Dollar erzielen können. Das treibt die Nachfrage nach dem Dollar in die Höhe.

Globale Unsicherheiten: In Zeiten von Unsicherheit oder globalen Krisen suchen Investoren sichere Häfen, und der US-Dollar wird oft als sicherer Hafen angesehen. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach dem Dollar, selbst wenn die USA ein großes Defizit aufweisen.

Relativer Vergleich: Das Defizit der USA ist zwar groß, aber andere Volkswirtschaften, insbesondere in Europa oder Schwellenländern, haben ebenfalls wirtschaftliche Herausforderungen oder noch größere strukturelle Probleme. Das bedeutet, dass der Dollar im Vergleich zu anderen Währungen immer noch stark bleibt, weil die Alternativen schwächer erscheinen.

Dollar-Dominanz im globalen Handel: Der Großteil des internationalen Handels, insbesondere bei Rohstoffen wie Öl, wird in Dollar abgewickelt. Das sorgt für eine ständige Nachfrage nach dem Dollar, unabhängig von der fiskalischen Lage der USA.

Kapitalzuflüsse: Die USA ziehen aufgrund ihrer Größe und Innovationskraft große Mengen an ausländischem Kapital an, sei es durch den Kauf von US-Staatsanleihen, Immobilien, Aktien oder anderen Investitionen. Dies stärkt die Nachfrage nach dem Dollar.

Insgesamt basiert die Stärke des Dollars also auf einer Mischung aus Vertrauen, Geldpolitik, globaler Nachfrage und seiner zentralen Rolle im internationalen Finanzsystem, die das Defizit der USA oft überlagern.

Für solche Fragen kannst du KI benutzen, wie ich es getan habe.
Es hat mit Mathematik nicht direkt etwas zu tun. Du bist in falschen Forum für solche Fragen.
Ich hoffe, andere stört das nicht. Das Thema ist nicht uninteressant und von großer prakt. Bedeutung, wie du
siehst.

Die weltweite Finanzwirtschaft betrifft uns alle und birgt große Gefahren:
Derivatives Markt: Der globale Markt für Derivate (wie Optionen, Futures, Swaps) ist bei weitem der größte spekulative Markt. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) belief sich das nominale Gesamtvolumen der ausstehenden Derivatekontrakte auf etwa 600 Billionen US-Dollar (Stand: 2021–2022). Dieses nominale Volumen gibt jedoch nicht den tatsächlichen Marktwert wieder, sondern die Höhe der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Der Marktwert der ausstehenden Kontrakte lag bei etwa 12 bis 15 Billionen US-Dollar.
Gesamtüberblick:
Wenn man alle spekulativen Bereiche zusammenzählt, könnte man schätzen, dass weltweit hunderte Billionen US-Dollar in spekulativen Finanzinstrumenten bewegt werden. Diese Zahl variiert jedoch stark, je nachdem, wie spekulative Investments definiert werden und wie stark gehebelte Derivate einbezogen werden.
Trotz der enormen Summen im Derivatemarkt beziehen sich viele dieser Zahlen auf Nominalwerte, die nicht den tatsächlichen Risikobetrag widerspiegeln. Trotzdem zeigt es, dass ein erheblicher Teil des globalen Kapitals in spekulativen Finanzmärkten engagiert ist.

Die Finanzkrise von 2008 liegt jetzt 17 Jahre zurück, sie wird nicht die letzte sein.
Da ticken einige Zeitbomben.
In der globalen Finanzwelt gibt es mehrere potenzielle "Zeitbomben", die das Risiko für wirtschaftliche Instabilität und Krisen erhöhen. Hier sind einige der aktuell am häufigsten diskutierten Risiken:
1. Hohe Staatsverschuldung und steigende Zinssätze

Problem: Viele Länder, insbesondere die USA, haben in den letzten Jahrzehnten enorme Staatsverschuldungen aufgebaut, verstärkt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Bei steigenden Zinssätzen wird die Schuldenlast schwieriger zu bewältigen, da die Zinszahlungen auf diese Schulden steigen, was den Druck auf die Staatshaushalte verstärkt.
Risiko: Eine unkontrollierte Schuldenkrise könnte zu Staatspleiten oder einer unkontrollierten Inflation führen. Dies könnte besonders problematisch werden, wenn Investoren das Vertrauen in die Fähigkeit der Staaten verlieren, ihre Schulden zu bedienen.

2. Blasen in den Immobilienmärkten

Problem: In vielen Ländern (z.B. USA, China, Deutschland) sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark gestiegen, oft angetrieben durch niedrige Zinsen und spekulative Investitionen. In einigen Märkten bestehen Risiken von Preisblasen, die bei einer Korrektur erhebliche wirtschaftliche Probleme auslösen könnten.
Risiko: Wenn die Immobilienpreise plötzlich fallen, könnten Investoren, Banken und Privathaushalte, die stark in Immobilien investiert haben, erhebliche Verluste erleiden. Dies könnte zu einer Verschärfung der Finanzkrise führen, ähnlich wie 2008.

3. Schattenbanken und ungeregelte Finanzinstitute

Problem: Schattenbanken (Institutionen, die bankähnliche Aktivitäten außerhalb der traditionellen Bankenaufsicht durchführen) sind zu einem bedeutenden Teil des globalen Finanzsystems geworden. Sie können Risiken eingehen, die nicht ausreichend reguliert oder verstanden werden, wie es im Vorfeld der Finanzkrise 2008 der Fall war.
Risiko: Schattenbanken können zu systemischen Risiken führen, da sie in der Lage sind, große Mengen an Kapital zu bewegen, ohne den gleichen Aufsichtsmechanismen wie regulierte Banken zu unterliegen. Eine Insolvenz oder Krise in diesem Sektor könnte Schockwellen durch das globale Finanzsystem senden.

4. China und die Verschuldung im Privatsektor

Problem: In China haben sich enorme Schulden im Unternehmenssektor und im Immobilienmarkt angehäuft, insbesondere bei großen Bauunternehmen wie Evergrande, die in den letzten Jahren in Schwierigkeiten geraten sind. Die chinesische Regierung hat versucht, diese Probleme zu managen, aber das Risiko bleibt bestehen.
Risiko: Ein Zusammenbruch großer chinesischer Unternehmen oder eine schwerwiegende Immobilienkrise könnte nicht nur China, sondern die globale Wirtschaft erschüttern, da China eine Schlüsselrolle im internationalen Handel spielt.

5. Inflation und geldpolitische Reaktionen

Problem: Seit der Pandemie haben viele Länder mit hoher Inflation zu kämpfen. Zentralbanken wie die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) reagieren mit Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies könnte jedoch zu einem scharfen Rückgang des Wirtschaftswachstums führen und sowohl Staaten als auch Unternehmen unter Druck setzen, die stark von billigem Geld abhängig sind.
Risiko: Eine aggressive geldpolitische Straffung könnte zu einer Rezession führen, wenn Konsum und Investitionen nachlassen. Zugleich könnten stark verschuldete Unternehmen und Staaten zahlungsunfähig werden, was systemische Risiken birgt.

6. Krisen in Schwellenländern und Währungsrisiken

Problem: Viele Schwellenländer haben hohe Schulden in US-Dollar aufgenommen. Steigende Zinsen in den USA und ein starker Dollar erhöhen die Kosten für diese Länder, ihre Schulden zu bedienen. Zudem sind viele Schwellenländer wirtschaftlich stark von Rohstoffpreisen und globalen Handelsbedingungen abhängig.
Risiko: Währungsabwertungen und Schuldenkrisen in Schwellenländern könnten zu politischen und wirtschaftlichen Instabilitäten führen und zu einem Abfluss von Kapital in sicherere Märkte (z.B. in den US-Dollar) beitragen. Dies könnte zu globalen Turbulenzen führen.

7. Systemische Risiken durch Technologiekonzerne und FinTechs

Problem: Große Technologiekonzerne wie Amazon, Google, Apple und neue FinTech-Unternehmen spielen eine immer größere Rolle im Finanzsektor. Viele dieser Unternehmen betreiben Zahlungsplattformen oder bieten Kreditprodukte an, ohne denselben Regulierungen wie traditionelle Banken zu unterliegen.
Risiko: Sollten diese unregulierten Finanzdienstleistungen systemische Ausmaße annehmen, könnten Fehlentwicklungen zu erheblichen Risiken für die globale Finanzstabilität führen, ähnlich wie bei den Schattenbanken.

8. Klimarisiken und Umweltschäden

Problem: Klimawandel und Umweltschäden stellen eine zunehmend anerkannte Gefahr für die Finanzwelt dar. Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder Waldbrände, können erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen und Finanzsysteme destabilisieren, insbesondere in Regionen mit unzureichender Klimaanpassung.
Risiko: Ein klimabedingter Schock könnte die Versicherungsbranche und die Kreditvergabe beeinträchtigen, was globale Märkte erschüttern könnte. Zugleich steigt der Druck auf Unternehmen und Finanzinstitute, ihre Geschäftsmodelle im Einklang mit nachhaltigen Praktiken umzustrukturieren, was zu finanziellen Belastungen führen kann.

Fazit:
Die Kombination dieser Risiken könnte zu einer Finanzkrise führen, wenn sie nicht rechtzeitig und adäquat angegangen werden. Ein Zusammenspiel von steigenden Zinsen, überschuldeten Sektoren und geopolitischen Unsicherheiten könnte die Stabilität des globalen Finanzsystems gefährden. Es ist wichtig, dass Regierungen, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden wachsam bleiben und präventive Maßnahmen ergreifen, um diese potenziellen "Zeitbomben" zu entschärfen.

VIEL SPAß BEI DER VERDAUUNG!
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G0601.25
Das EWS greift ein durch An-oder Verkäufe,wenn die Bandbreite überschritten wird.
Mit einer hohen Nachfrage kann man eine Währung stabiliisieren, sofern nicht Spekulanten mit noch höheren Verkäufen dagegenhalten,
wie es 1992 der Fall war. Dann greifen Optiongeschäfte = Wetten auf die Kursentwicklung mit fatalen Folgen
Berühmt ist die Krise um den thailändischen Baht.
Die Asienkrise 1997/98 begann mit der Krise des thailändischen Baht -
dies war ein sehr lehrreiches historisches Beispiel für Währungskrisen:
Vorgeschichte:
Thailand hatte den Baht an den US-Dollar gekoppelt
Hohe Auslandsverschuldung in Dollar
Immobilien- und Aktienblase durch ausländische Kredite
Große Leistungsbilanzdefizite
Der Krisenausbruch:
Am 2. Juli 1997 musste Thailand die Dollarbindung aufgeben
Der Baht verlor innerhalb weniger Monate über 50% seines Wertes
Viele Unternehmen und Banken wurden zahlungsunfähig, da ihre Dollarschulden nun viel teurer wurden
Die Krise griff auf andere asiatische Länder über ("Ansteckungseffekt")
Krisenbekämpfung:
IWF-Rettungspaket über 17,2 Mrd. Dollar
Strenge Auflagen: Haushaltskürzungen, Zinserhöhungen, Strukturreformen
Schließung zahlreicher Banken und Finanzinstitute
Freigabe des Wechselkurses
Lehren:
Gefahr fester Wechselkurse bei hoher Auslandsverschuldung
Wichtigkeit ausreichender Währungsreserven
Risiken eines unregulierten Finanzsektors
Bedeutung transparenter Wirtschaftsdaten

Das liest sich natürlich gefährlich und wahrscheinlich haben es trotzdem 95% der Leute nicht kommen sehen. Was braucht es denn für Zahlen, dass sich auf einmal alle des drastischen Problems bewusst werden? Es sind letztlich Zahlen die alles auslösen?

Zitat:
Original von G0601.25

Zinsen und Geldpolitik: Wenn die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze erhöht, was oft zur Bekämpfung von Inflation oder zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums geschieht, wird der Dollar für Investoren attraktiver, da sie höhere Renditen auf Anleihen und andere festverzinsliche Anlagen in Dollar erzielen können. Das treibt die Nachfrage nach dem Dollar in die Höhe.

Für solche Fragen kannst du KI benutzen, wie ich es getan habe.
Es hat mit Mathematik nicht direkt etwas zu tun. Du bist in falschen Forum für solche Fragen.
Ich hoffe, andere stört das nicht. Das Thema ist nicht uninteressant und von großer prakt. Bedeutung, wie du
siehst.

Hohe Zinsen dienen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums? Wenn Zinsen steigen, werden Kredite teurer. Unternehmen investieren weniger und Verbraucher:innen kaufen weniger ein.

KI ist da immer noch mit Vorsicht zu genießen. Bei komplexen Anfragen, auch sprachenübergreifend gibt es noch einige Problemchen die nicht im Griff sind.

Zitat:
Original von G0601.25
Fazit:
Die Kombination dieser Risiken könnte zu einer Finanzkrise führen, wenn sie nicht rechtzeitig und adäquat angegangen werden. Ein Zusammenspiel von steigenden Zinsen, überschuldeten Sektoren und geopolitischen Unsicherheiten könnte die Stabilität des globalen Finanzsystems gefährden. Es ist wichtig, dass Regierungen, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden wachsam bleiben und präventive Maßnahmen ergreifen, um diese potenziellen "Zeitbomben" zu entschärfen.

In Worten ist das zu abstrakt als man das dann prognostizieren könnte. No Water, no Weizen, no Mettbrötchen. Der Klimawandel ist längst bei der Ernährungsversorgung angekommen und wird die Preise weiter treiben unglücklich

Zitat:
Original von G0601.25
VIEL SPAß BEI DER VERDAUUNG!

Mit Flohsamenschalen und Möhrchensaft Big Laugh
G070125 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Hohe Zinsen dienen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums

Nein, zur Bekämpfung der Inflation, siehe Text. Das hatten wir doch zuletzt, der Effekt ist eingetreten.
die Inflation in den USA und Europa ist gefallen, wenn auch nicht in allen Berechen.
Energie und Lebensmittelpreise steigen weiter stärke als die Durchschittsrate.

Zitat:
Einige Produktkategorien verzeichneten jedoch deutlich höhere Preissteigerungen: Alkohol, Tabak und Narkotika: Hier stiegen die Preise um etwa 5,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bildungswesen: Die Preise erhöhten sich um 4,1 %. Restaurants und Hotels: Hier gab es einen Anstieg von 4,5 %. Gesundheitswesen: Die Preise stiegen um 3,3 %. Wohnung, Wasser, Elektrizität, Gas und andere Brennstoffe: Hier lag der Anstieg bei 2,7 %.Im Gegensatz dazu verzeichneten einige Bereiche Preisrückgänge: Nachrichtenübermittlung: Die Preise sanken um etwa 3,1 %. Verkehr: Hier gab es einen Rückgang von 0,1 %.Diese Daten verdeutlichen, dass die Inflation in Europa je nach Produktkategorie unterschiedlich ausfällt. Besonders stark gestiegen sind die Preise in den Bereichen Alkohol, Tabak und Narkotika sowie im Bildungswesen.Stat


Ich halte KI bei solchen Fragen durchaus für brauchbar. Oder siehst du hier grobe Fehler?
Wenn ins Detail geht., geht es nicht ohne Spezialliteratur.
KI deint hier zur Groborientierung.
Ökonomische Prozesse sind im Detail sehr komplex.
Darum sind z.B. Wirtschaftsprognosen schwierig, weil ceteris paribus in der Relität nicht gilt.
Dafür ändert scih die Welt zu schnell.
Warum liegen auch Fachleute bei Aktienprognosen so oft mehrheitlich daneben?
WEIL NIEMAND DIE ZUKUNFT KENNT.



Bei Aktienprognosen gibt es mehrere fundamentale Gründe, warum selbst Experten häufig daneben liegen:
Der Markt ist komplex und unvorhersehbar
Zu viele Variablen beeinflussen Aktienkurse gleichzeitig (Wirtschaftsdaten, Politik, Psychologie, unerwartete Ereignisse)
Selbst kleine, unvorhersehbare Ereignisse können große Auswirkungen haben
Psychologische Faktoren und kognitive Verzerrungen
Überconfidence Bias: Experten überschätzen ihre Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen
Confirmation Bias: Tendenz, Informationen zu suchen, die die eigene Meinung bestätigen
Rückschaufehler: Im Nachhinein erscheinen Entwicklungen "offensichtlich", die vorher nicht vorhersehbar waren
Medien- und Karrieredruck
Experten stehen unter Druck, ständig neue Prognosen abzugeben
Vorsichtige oder neutrale Aussagen sind weniger medienwirksam
Es gibt mehr Anreize für gewagte Prognosen als für zurückhaltende
Die "Efficient Market Hypothesis"
Aktuelle Kurse spiegeln bereits alle verfügbaren Informationen wider
Neue Informationen werden sofort eingepreist
Künftige Kursbewegungen hängen von noch unbekannten Faktoren ab
Selbstbezüglichkeit des Marktes
Prognosen beeinflussen selbst das Marktgeschehen
Je mehr Menschen einer Prognose folgen, desto eher wird sie sich selbst widerlegen
Interessanterweise zeigt die Forschung, dass einfache Anlagestrategien wie breit gestreute ETFs
langfristig oft bessere Ergebnisse erzielen als aktiv gemanagte Fonds mit hochbezahlten Experten.
PaulaAula21 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G0601.25
Zinsen und Geldpolitik: Wenn die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze erhöht, was oft zur Bekämpfung von Inflation oder zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums geschieht, wird der Dollar für Investoren attraktiver, da sie höhere Renditen auf Anleihen und andere festverzinsliche Anlagen in Dollar erzielen können. Das treibt die Nachfrage nach dem Dollar in die Höhe.

Ja das wurde ja hier fälschlicherweise erzählt (Stichwort grobe Fehler), dass Zinsen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums dienen. verwirrt

Zurück zur Praxis und weg von der Theorie. Beispiel eine japanische Firma verkauft Ware nach Amerika und befürchtet das der Kurse USD/JPY von 120 auf 100 fällt. Das ist gutes Beispiel wie Firmen sich gegen Währungsschwankungen schützen und ich meine bei größerem Geld ist das ja auch verständlich.

[attach]58066[/attach]

Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt die unterste Tabelle nicht vollumfänglich verwirrt u.a. auch die Margin von 11000000

PS:
Zitat:
Original von G0601.25Interessanterweise zeigt die Forschung, dass einfache Anlagestrategien wie breit gestreute ETFs langfristig oft bessere Ergebnisse erzielen als aktiv gemanagte Fonds mit hochbezahlten Experten.

Das würde ich auch so unterschreiben, weil es die Schwankungen in den Sektoren, also das Risiko rausnimmt und man ggf. den Sektor verpasst der steigt. Darüber hinaus ist es viel effizienter als stundenlang und tagelang alles durchweg analysieren.
G120125 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
dass Zinsen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums dienen

Nein, sondern zur Bekämpfung der Inflation = zur Erhaltung der Kaufkraft

Wenn ich einen Kursverfall befürchte, kann ich mich mit Optionen dagagen versichern (Versicherungsprämie).
Tritt der Verfall nicht ein, ist die Option wertlos und verfällt wie bei einer reinen Risikoversicherung.
Die Kosten kann das Unternehmenaber steuerlich geltend machen, das mindert den Verlust.
Mit der Tabelle komme ich nicht klar. Dazu müsstest du die Begriffe genauer erklären.
Dennoch ist der Sachverhalt nicht schwer zu verstehen:
Bekomme ich nur noch 100 Yen für einenl Dollar statt 120, sinken die Einnahmen in Yen um 2,6 Mio.
Da der Japaner zuhause in Yen rechnet bei den Produktionskosten, hat er ein Minus in dieser Höhe,
das seinen kalkulierten Gewinn schrumpfen lässt.
Die Frage ist, wie teuer sind die Optionsscheine für bestimmte garantierte Yen-Kurse.
Deren Preis hängt hat von den Erwartungen der Optionsanbieter ab, d.h. deren Markteinschätzung.
Bekanntlich kann man sich fast gegen alles versichern, es kommt nur darauf an,was es kostet.
UND: DIE ZUKUNFT KENNT NIEMAND!!!
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