Perfekte Sicherheit eines Kryptosystems |
| 26.02.2025, 18:23 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Perfekte Sicherheit eines Kryptosystems
ich beschäftige mich in der Kryptographie gerade mit perfekter Sicherheit. Sei dazu ein Kryptosystem. Dabei ist die Klartextmenge,, die Schlüsserlmenge und die Chiffretextmenge, bzw. ist die Encryption- bzw. die Decryptionfunktion. Nun habe ich weiter diese Definitionen: [attach]58136[/attach] [attach]58137[/attach] Dabei ist die Transinformation von M und C, also , wobei die Entropie bezeichnet. Auch dazu vielleicht die Definitionen: [attach]58138[/attach] [attach]58139[/attach] Wir haben nun diese beiden Sätze: [attach]58140[/attach] [attach]58141[/attach] So, nun die Aufgabe: [attach]58142[/attach] (a) Konnte ich durch Anwendung von Satz 1.3.21 lösen. Aber zu (b) und (c) verstehe ich leider wirklich nicht, was zu tun ist. Für (b) sagt die Musterlösung ganz knapp [attach]58143[/attach] aber ich steige da nicht durch. Kann mir jemand weiterhelfen? |
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| 26.02.2025, 19:24 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
| RE: Perfekte Sicherheit eines Kryptosystems Kann man b) nicht auch mit 1.3.21 lösen? Für m=0 und c=0 sind k=0 und k=5 zwei passende Schlüssel. Was die Musterlösung angeht: Im ersten Schritt wird die Verschlüsselungsfunktion benutzt, im zweiten die Unabhängigkeitn von K und M. Dann benutzt man letztlich meine Beobachtung von oben. |
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| 26.02.2025, 19:38 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Danke sehr URL für deine Antwort, ich schaue sie mir in Ruhe an. Was deine bemerkung zu den zwei Schlüsseln angeht: Die Musterlösung sagt, dass auch (c) perfekt sicher ist: Es ist . Da gibt es also für alle genau zwei Schlüssel, d.h. Also ist das System perfekt sicher Edit: Nein, man kann (b) mit dem Satz nicht lösen, die Voraussetzung dass alle Mengen gleichgroß sind ist verletzt. |
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| 26.02.2025, 19:49 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Ach klar, der schlüsselraum ist ja bei b) auch schon größer, deswegen kann man den Satz nicht verwenden. |
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| 26.02.2025, 19:53 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hm, aber damit fällt doch dann auch deine zweite Anmerkung, oder? Denn das meinst du doch mit der "Beobachtung von oben"? |
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| 26.02.2025, 19:59 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Nein, es gibt zwei geeignete Schlüssel. Daher ist die Wahrscheinlichkeit 2/6=1/3 |
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| 26.02.2025, 21:27 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Achso ist das gemeint. Danke URL ich schaue mir das morgen ausgeschlafen nochmal an. Würde mich freuen wenn du dann wieder reinschaust
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| 27.02.2025, 14:52 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hallo nochmal, ich konnte die Lösung bisher leider nicht nachvollziehen. In der Lösung berechnen wir ja nun , das ist also aus der Formel für . Ich denke also dass hier zugrunde liegt, aber ich kriege noch kein Verständnis für die Aussage
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| 27.02.2025, 20:53 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Zum Verständnis: Du hast und . Wenn du also nur den Ciphertext beobachtest, ist die Chance, dass doppelt so groß wie . Allein aus der Beobachtung von C=0 bekommst du also eine Information über M und das darf bei einem perfekt sicheren Kryptosystem nicht sein. Zu der elenden Rechnerei: Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass maximal ist, weil es die Entropie der Gleichverteilung ist. Aus und schließt man, dass die Entropie einer anderen Verteilung, also nicht maximal, also nicht gleich sein kann. |
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| 02.03.2025, 09:16 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hi URL, danke für deine Antwort, ich glaube ich habe das Konzept dahinter verstanden. Ich werde mir das in Ruhe nochmal anschauen, aber das hat mir sehr geholfen. Danke
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| 21.03.2025, 17:15 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hallo mal wieder
ich habe das Konzept denk ich verstanden und wollte es nun mit einer weiteren Aufgabe festigen. An einer Stelle hapert es allerdings noch. Die Aufgabe ist [attach]58205[/attach] Nun, ich habe doch und ist die Menge der ganzen Zahlen von bis einschließlich , die nicht durch drei teilbar sind. nach Euler ist . Nun betrachte ich den Ausdruck . Da und ebenfalls invertierbar sind, gilt Aber nun fehlt mir der entscheidende Schritt. Ich will ja darauf hinaus, dass die Menge im Zähler unabhängig von m und c gleichviele Elemente hat....
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| 21.03.2025, 18:11 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
ist ein Schlüssel, die übrigen müssen dazu kongruent mudulo 9 sein und in |
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| 21.03.2025, 18:16 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Hi URL, danke erstmal für deine Antwort. Ich steige noch nicht ganz durch. Was meinst du mit den "Übrigen"? Ich tue mir vor allem wegen schwer. Das eine ist eine Restklasse, das andere eine natürliche Zahl. So ohne weiteres dürfte ich die doch gar nicht multiplizieren. Mit einem Baumdiagramm konnte ich mir zumindest schonmal helfen. Es wird die Nachricht gesendet. Nun wird diese verschlüsselt, indem ich bilde. Es gibt Möglichkeiten, dass zu wählen, demnach ist Aber das Formelle habe ich noch nicht richtig geblickt... |
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| 21.03.2025, 19:22 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Es gibt mehrere Schlüssel , die in überführen. Beispiel liefert und ebenso liefert das Ergebnis .
Das Ergebnis muss auch 1/6 sein, denn das ist die Wahrscheinlichkeit, zufällig eine Nachricht aus zu wählen. Damit ist dann , wie es sein muss: Die Kenntnis des Chiffretextes gibt einem keine Information über die Nachricht. |
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| 21.03.2025, 19:55 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Super!! Das hat mich richtig weitergebracht beim Verständnis, vielen Dank dafür! Genau so eine Erklärung brauche ich außerhalb des Formelwusts. Toll, danke
Ja, irgendwie dachte ich in diese Richtung, aber ich kam nicht ganz dahinter. Ich schreibe eine Klausur in diesem Fach und will dann natürlich formal ganz korrekt sein. In einer mündlichen Prüfung könnte ich das ja mal eben in zwei Sätzen erklären. Aber schriftlich?
Hmmm...ob das wohl ginge?
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| 21.03.2025, 20:04 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
In meiner Welt reicht vollkommen aus. Dass es sich um Äquivalenzklassen handelt, ist bekannt - und spielt meisten keine Rolle
Hier hat man es natürlich mit dem Umstand zu tun, dass man zu den Elementen aus - und das sind jetzt wirklich ganze Zahlen - auch deren Äquivalenzklasse in braucht. Um das zu verdeutlichen hat der Autor vermutlich geschrieben. Damit hat man es mit dem Produkt zweier Äquivalenzklassen zu tun - wie es sein soll. |
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| 21.03.2025, 20:05 | URL | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
Mein eigener Doppelpost
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| 21.03.2025, 20:18 | Malcang | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||||
URL, ich danke dir vielmals dass du dir soviel Zeit nimmst. Ich muss das alles jetzt mal über Nacht verarbeiten, werde mich aber morgen wieder melden
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Super!! Das hat mich richtig weitergebracht beim Verständnis, vielen Dank dafür! Genau so eine Erklärung brauche ich außerhalb des Formelwusts. Toll, danke