Extremalproblem |
| 23.03.2025, 09:45 | Extremal-Q | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Extremalproblem Die Strecke s soll von P(0|0,5) zur Kurve f(x)=2-0,5x² minimal sein . Berechne die minimale Strecke. Meine Lösung: Hauptbedingung: s=sqrt(a²+b²) (rechtwinkliges Dreieck ins KOS System ab P bis Kurve gezeichnet) Nebenbedingung: a= x und b=f(x)-0,5=2-0,5x²-0,5 = 1,5-0,5x² Zielfunktion : s(x)=sqrt(x²+(1,5-0,5x²) ) = sqrt(0,25x^4-0,5x²+2,25) Problem: Wurzel kann ich hier nicht ziehen. Um das Minimus zu bestimmen wurde dann im Lösungsheft, einfach das Quadrat von s(x) genommen. Also s²(x) ist alles was unter der Wurzel steht. Dann davon das Minimum mit der Ableitung der Quadratfunkton berechnet. Warum darf ich hier einfach die FUnktion quadrierern? Wann wendet man also das quadrieren einer FUnktion zum Lösen eines Problems an? Gibt es da allgemeine Gundsätze? |
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| 23.03.2025, 10:37 | adiutor62 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| RE: Extremalproblem Die abzuleitende/ zu minimierende Funktion lautet: Wurzelziehen ist nicht nötig. |
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| 23.03.2025, 11:07 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
In deiner Zielfunktion steht einmal ein Quadrat falsch. Vermutlich ein Schreibfehler. Die Quadratfunktion ist für streng monoton wachsend. Wenn du sie daher einer Funktion nachschaltest: müssen und ihre Extremwerte an denselben Stellen besitzen. Nur die Werte der Extrema ändern sich (sie werden quadriert). Du suchst aber zunächst nur die Extremalstellen und kannst dafür statt auch nehmen. Die Argumentation würde bei jeder beliebigen anderen für streng monoton wachsenden Funktion ebenso funktionieren, zum Beispiel Nur würden diese Funktionen die Rechnung komplizierter machen, während die Wurzel zum Verschwinden bringt, was zu einer Vereinfachung führt. |
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| 26.03.2025, 18:37 | klauss | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| RE: Extremalproblem So sollte es sein:
Ich würde es andererseits so erklären, dass man gar nicht groß förmlich quadriert hat, sondern stillschweigend die strenge Monotonie der Wurzelfunktion ausgenutzt hat. Diese wird minimal/maximal, wenn das, was unter der Wurzel steht, minimal/maximal wird. Oder: Wegen genügt die Ableitung des Wurzelinneren. |
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| 27.03.2025, 07:03 | Leopold | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Letztlich ist es egal, wie herum man es sieht. Ist eine streng monoton wachsende Funktion und eine Funktion, so daß die Verkettung möglich ist (beide auf geeigneten Intervallen definiert), dann haben und dieselben Extremalstellen. Irgendwelche Voraussetzungen an Stetigkeit oder gar Differenzierbarkeit sind nicht erforderlich. Es sei nun die Funktion der Aufgabe, die die tatsächliche Streckenlänge angibt (bei Extremal-Q hieß die ). Meine Version war nun (mit ): Und das kann man auch gerade umgekehrt machen (Version von klauss): Mit ist auch die Wurzelfunktion streng monoton wachsend (wir befinden uns in den nichtnegativen reellen Zahlen). Auf jeden Fall haben und dieselben Extremalstellen. |
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