DGL n-ter Ordnung Lösungsformel mit Vielfachheit > 1 der Nullstelle

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MoinMoinausKiel Auf diesen Beitrag antworten »
DGL n-ter Ordnung Lösungsformel mit Vielfachheit > 1 der Nullstelle
Meine Frage:
Ich will Euch nicht mit meinen Anfängerfragen nerven, wenn jemand jedoch Interesse hat diese zu antworten entzückt mich das natürlich.
Thema: Homogene linearen DGL n-ter Ordnung mit konstanten Koeffizienten Lösungsformel
Frage: e^y*t, t*e^(y*t), ..., t^(m-1)*e^(y*t), wobei y die Nullstelle des charakteristischen Polynoms ist mit Vielfachheit m, die > 1 sei. Warum wird mit der abhängigen Variable t multipliziert bei Vielfachheit > 1 für Lösungen der DGL.

Meine Ideen:
In der Linearkombination braucht man n unabhängige Summanden bei Ordnung n. Mich interessiert, warum die Lösung ihre Gültigkeit behält.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: DGL n-ter Ordnung Lösungsformel mit Vielfachheit > 1 der Nullstelle
ist eine seltsame Symbolwahl für einen Eigenwert (Nullstelle des charakteristischen Polynom) - ich nehme mal lieber .

DGL besitzt die charakteristische Gleichung mit .

Sei nun eine -fache Nullstelle von , d.h. mit irgendeiner Polynomfunktion von niedrigerem Grad.

Substituiert man nun , dann genügt der DGL

,

wobei die die Koeffizienten des ausmultiplizierten Polynoms sind. D.h., es ist offenkundig , womit sofort klar ist, dass sämtliche Polynome mit Lösungen von (*) sind - denn für die ist , und die noch höheren Ableitungen sind dann selbstredend erst recht gleich Null. Rücksubstituiert ergibt das genau jene Lösungsfunktionen .
MoinMoinausKiel Auf diesen Beitrag antworten »

Vielen Dank für deine Antwort! geschockt
Warum reicht es z(t) zu beachten und warum kann man die Koeffizienten der DGL als Koeffizienten des linksverschobenen Polynoms verwenden?
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von MoinMoinausKiel
Warum reicht es z(t) zu beachten

Noch nie was von Substitution gehört? Man substituiert durch gemäß dem genannten Ansatz . Dann löst man die entstehende -DGL und hat dann über diesen Ansatz auch die Lösung der -DGL.

Zitat:
Original von MoinMoinausKiel
warum kann man die Koeffizienten der DGL als Koeffizienten des linksverschobenen Polynoms verwenden?

Ausrechnen!!!

Durch Vollständige Induktion kann man nachweisen, dass gilt.

Die Koeffizienten, die da in der Summe rechts stehen sind dieselben, wie sie bei der Entwicklung von per Binomischen Satz entstehen. Das gilt für jeden einzelnen Summanden des Polynoms und ergibt in der Summe dann diese Verschiebung.


Eine andere Möglichkeit wäre es, über die Laplace-Transformation zu gehen - aber sollte das bei euch noch nicht behandelt worden sein, würde das den Rahmen hier wohl sprengen.
MoinMoinausKiel Auf diesen Beitrag antworten »

Vielen Dank, dass waren beides sehr gute Antworten, die mir ermöglicht haben das ganze nachzuvollziehen.
Big Laugh
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