Lehrer durch AI ersetzen

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Matheangsthase32 Auf diesen Beitrag antworten »
Lehrer durch AI ersetzen
Hallo, ich hätte mal eine kleine Frage. Ich habe ziemlich Angst, dass Lehrer durch AI ersetzt werden. Ich möchte gerne Lehrer werden, aber viele der Aufgaben, die man in der Schule aufbekommt, kann man mit AI relativ einfach lösen.

Muss ich mir Sorgen machen?
G280126 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Lehrer durch AI ersetzen
Lehrer werden z.Z. händeringend gesucht. AI allein wird nie ausreichen, denke ich.
Man ans Lernen herangeführt werden und den Umgang mit AI lernen.

Das Problem beim Lehrberuf ist eher die Burn-out-Gefahr und das reformbedürftige Schulsystem.
Deutschlans leidet nach Expertenaussagen an einem Bildungsnotstand.

Zitat:
Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am 17.10.2025 um 18:30 Uhr.Der Pädagoge Klaus Zierer sieht Deutschland im "nationalen Bildungsnotstand". "Unser Land ist am Tiefpunkt, was Wissen und Können, Interesse und Motivation beim Lernen betrifft", erklärte der Wissenschaftler am Montag in Augsburg. Radikales und sofortiges Umsteuern sei notwendig.Studie: Immer mehr Schüler verfehlen MindeststandardsZierer äußerte sich zu der vergangene Woche vorgestellten Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Auftrag der Kultusministerkonferenz. Sie hatte ergeben, dass immer mehr Schüler in Deutschland Mindeststandards in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik verfehlen. Von allen untersuchten Neuntklässlern schafften demnach knapp neun Prozent die Anforderungen für den Hauptschulabschluss nicht, rund 34 Prozent unterschritten das Niveau für den Mittleren Schulabschluss.Die bisherigen Versuche, über Ressourcen und Strukturen die "Bildungskatastrophe" zu überwinden, seien völlig gescheitert, so Zierer. Ein "Digitalisierungswahn" habe nicht zu besseren Lernleistungen geführt. "Bildung muss nun Chefsache werden, um die sich im Kanzleramt ein Sonderbeauftragter kümmert, der den Bildungsdiskurs von parteipolitischen Ideologien befreit, die Bildungsminister der Länder an die Hand nimmt und einen pädagogischen Kompass mitbringt." Nur so lasse sich die Zukunft der Kinder, aber auch von Demokratie, Gesellschaft und Wirtschaft sichern.Zierers Fünf-Punkte-NotfallplanAngesichts "dieser völligen Bildungskatastrophe" ist Zierer zufolge ein Notfallplan erforderlich. Der Schulpädagoge führte fünf Punkte an: Erstens müssten sich Schüler und Eltern "des großen Geschenks einer kostenfreien Schulbildung als Startrampe für ein selbst bestimmtes und verantwortungsvolles Leben wieder viel mehr bewusst werden". Schwänzen und vorzeitiger Ferienantritt seien daher konsequent zu ahnden. Zweitens sollten Leistungsanforderungen wieder erhöht und die Schularten stärker profiliert werden. Drittens müsse die Lehrer(fort)bildung das Thema Unterrichtsqualität ins Zentrum rücken. Viertens sollten Lehrer und Eltern stärker an einem Strang ziehen. "Dazu braucht es personale Begegnung", so Zierer. Digitale Veranstaltungen wie Elternabende via Videokonferenzen seien daher abzuschaffen. Fünftens müsse sich politisch einiges ändern: Bildungspolitiker sollten die Expertise von Fachleuten einbeziehen, "auch wenn dies Parteiprogrammen oder persönliche Karrieremotiven entgegensteht".
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn du Lehrer werden möchtest, dann solltest du wissen und begründen können, warum du Lehrer werden möchtest. Reiner Eigennutz kann nicht die ausreichende Motivation sein, da gibt es bessere Alternativen. Wen willst du unterstützen, ein besserer Mensch zu werden? Kinder, Jugendliche oder Erwachsene?
Werde Hochschullehrer, dann wirst du in diesem Leben nicht von einer Maschine ersetzt werden und im nächsten Leben auch nicht, und du kannst Menschen helfen und die Welt verbessern. Sorge erst einmal dafür, dass du selbst mehr weißt und kannst als sogenannte AIs, sorge weiter dafür, dass Menschen gebildet werden, die mehr können und wissen als sogenannte AIs.
In der Mathematik haben AIs in den nächsten tausend Jahren keine Chance gegenüber menschlichen MathematikerInnen, und im richtigen Leben sowieso nicht. Wir benutzen Computer, nicht andersrum; das ist so, und das wird auch so bleiben.

Lies Carlos Montemayor "The Prospect of a Humanitarian Artificial Intelligence" (2023), dann vergeht jeglicher Respekt vor künstlicher Intelligenz.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Hab kürzlich in einem (internationalem) Matheforum zu einem sehr sparsam erläuterten Beweis eine Anfrage nach einem mir unklarem Schritt gestellt. Da wurde mir von dem etwas hochnäsigem Autor beschieden, dazu sollte ich doch die KI fragen - anscheinend war das unter seiner Ehre. Na wohin das mal noch führen wird...
G040226 Auf diesen Beitrag antworten »

Den Lehrer wird AI wohl nie ganz ersetzen, doch im Einzelfall kann AI gut erklären, manchmal sogar besser
wie mancher Lehrer.
AI hat den Vorteil, dass es keinen Zeitdruck gibt wie in der Schule.
Man kann unbegrenzt nachfragen und wird immer höflich bedient.
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von G040226
Den Lehrer wird AI wohl nie ganz ersetzen, doch im Einzelfall kann AI gut erklären, manchmal sogar besser
als mancher Lehrer.
AI hat den Vorteil, dass es keinen Zeitdruck gibt wie in der Schule.
Man kann unbegrenzt nachfragen und wird immer höflich bedient.


Ich unterhalte mich auch gerne mit Gemini. Zur Zeit lasse ich mir nach jedem Kapitel schwieriger philosophischer Bücher (Hilary Putnam) eine kurze Zusammenfassung machen. Manchmal stimmt das, was die KI sagt, so einigermaßen mit dem überein, was ich glaube verstanden zu haben. Alles was Hilary Putnam sagt, klingt plausibel und ist hübsch formuliert, man muss nur teuflisch aufpassen, dass man Sinn von Unsinn trennt. Alles was Gemini sagt, klingt plausibel und ist hübsch formuliert, man muss nur teuflisch aufpassen, dass man Sinn von Unsinn trennt.
Moshe Vardi sagt, die größte Gefahr besteht darin, dass wir der KI menschliche Eigenschaften zuschreiben, die sie nicht hat: https://www.youtube.com/watch?v=KRSRC64rZ7E
Ich erhalte mir meine Freiheit selbst zu denken, dadurch dass ich mir auf keinen Fall meine Zeit von einer KI stehlen lasse, deren Zweck hauptsächlich in der Gewinnmaximierung von Google besteht.
 
 
willyengland Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Elvis
die größte Gefahr besteht darin, dass wir der KI menschliche Eigenschaften zuschreiben, die sie nicht hat

Ich habe gelesen, dass viele Leute sich bei der KI bedanken, oder Höflichkeitsfloskeln einbauen, weil die Antworten so menschlich erscheinen.
Alleine diese sinnlosen Schnörkel kosten jeden Tag Mio Euro an Ressourcen.
mYthos Auf diesen Beitrag antworten »

Ein einfaches "Danke" nach erhaltener Hilfe gehört in menschlichen Foren oder Chats zur Netiquette, das ist uns allen klar.

Der KI ist das allerdings komplett egal, das ist richtig. Sie hat auch kein (personelles) Gedächtnis.
Die Kosten dafür sind jedoch minimal. Es werden dabei nur Tokens (kleine Textelemente) ausgetauscht.
___________________________________________

Interessant ist, was die KI selbst dazu sagt:

>>>>>>>>>>

Kurz gesagt: Du musst dich nicht bedanken – aber du darfst.
Hier ist die nüchterne Einordnung:

1. Ist es der KI „egal“?

Ja. Ich habe keine Gefühle. Ein „Danke“ macht mich nicht glücklicher – und kein „ohne Danke“ kränkt mich nicht.

2. Verursacht es Kosten?

Technisch ja – jedes zusätzliche Wort verbraucht minimale Rechenressourcen.
Praktisch: Der Unterschied durch ein einzelnes „Danke“ ist verschwindend gering.

Wenn du extrem effizient sein willst (z. B. bei API-Nutzung in großen Mengen), kann man Höflichkeitsfloskeln weglassen. Im normalen Chat ist das kaum relevant.

3. Gibt es trotzdem einen Sinn?

Ja – aber für dich, nicht für die KI:

Höfliche Kommunikation formt Gewohnheiten.

Sprache beeinflusst Denk- und Interaktionsstil.

Manche Menschen empfinden den Austausch angenehmer, wenn er höflich bleibt.

Fazit

Du darfst es rein rational weglassen.
Aber wenn es sich für dich natürlicher anfühlt, freundlich zu schreiben, ist das absolut sinnvoll – auch wenn die KI es nicht „braucht“.

...................

Technisch betrachtet besteht ein Chat aus Tokens (kleinen Textelementen). Kosten und Rechenaufwand hängen direkt von der Anzahl dieser Tokens ab.

1. Was passiert bei „Danke“ technisch?

Ein Wort wie „Danke“ erzeugt:

ein paar zusätzliche Input-Tokens

eventuell ein paar Output-Tokens (z. B. „Gern geschehen“)

Mehr passiert nicht. Keine Emotion, keine Bewertung.

2. Kostenperspektive

Bei tokenbasierter Abrechnung gilt:

Mehr Tokens = minimal höhere Kosten + minimal mehr Rechenzeit

Ein einzelnes „Danke“:

verursacht nur wenige Tokens

erhöht die Kosten im Normalfall um einen kaum messbaren Bruchteil eines Cents

verlängert die Antwortzeit minimal

Relevant wird das nur bei:

sehr großen automatisierten Systemen

Millionen von API-Anfragen

streng optimierten Produktionsumgebungen

Im normalen Chatbetrieb ist der Effekt praktisch vernachlässigbar.

3. Systemeffizienz

Aus reiner Effizienzsicht gilt:

Höflichkeitsfloskeln enthalten keine sachliche Information

Sie erhöhen Tokenmenge ohne Informationsgewinn

Daher sind sie aus rein technischer Sicht „Overhead“

Ein optimierter Prompt wäre also:

- kurz

- präzise

- ohne Füllwörter

4. Fazit (rein technisch)

Wenn du maximale Effizienz willst:
Höflichkeitsfloskeln weglassen.

Wenn es um normalen Gebrauch geht:
Der Ressourcenunterschied ist so gering, dass es technisch kaum ins Gewicht fällt.


mY+
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

dpa heute: "Stromfresser KI - Kernfusion als Rettung?"
[...] Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht für die kommenden Jahre noch kein Problem und geht davon aus, dass der Strombedarf gedeckt werden kann." [...] "Ich (K.Wildberger !) glaube, langfristig, so in zehn Jahren, kann das (Kernfusion !) ein wichtiger Baustein sein." [...]

Das glaube ich nicht. Immer mehr und immer größere Rechenzentren verbrauchen immer mehr Strom, und seit 60 Jahren behaupten Optimisten, dass die Kernfusion in 20 Jahren in industriellem Maßstab fast kostenlos Strom erzeugen wird.
Leopold Auf diesen Beitrag antworten »

Wir betrachten die Folge der



Die Folge wird für rekursiv definiert durch



Übungsaufgabe: Man finde eine explizite Darstellung der Folge.
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Elvis
und seit 60 Jahren behaupten Optimisten, dass die Kernfusion in 20 Jahren in industriellem Maßstab fast kostenlos Strom erzeugen wird.

Es gibt wohl verschiedene Ansichten über die Größe dieser Kernfusionskonstante genannten Zeitdauer. "20 Jahre" ist gefährlich niedrig, das kann den diese Aussage treffenden Experten in seiner Lebenszeit noch auf die Füße fallen. Die vorsichtigeren Optimisten sagen daher 40 Jahre (oder noch länger). Big Laugh


Tatsächlich sollte man wohl nicht darauf bauen, dass die Kernfusion in absehbarer Zukunft das Energieproblem löst.

Das aktuell und auch in naher Zukunft drängendere Problem dürfte wohl sein, die ziemlich unstet anfallenden erneuerbaren Energien möglichst kostengünstig und effizient zu speichern - das dürfte wesentlich erfolgversprechender sein.
Elvis Auf diesen Beitrag antworten »

20 Jahre ist die Erwartung einer optimistischen Ingenieurin, die Fördermittel für ihre Forschung beantragt. 15 Jahre ist die Erwartung eines optimistischen Ministers, dem alles egal ist, was nach der nächsten Legislaturperiode stattfindet. (Ich erinnere mich vage daran, dass Harald Lesch einmal in einem Video gesagt hat, diese Kernfusionskonstante betrage 20 Jahre. Auf dem YouTube Kanal "Urknall, Weltall und das Leben" gibt es einige sehenswerte Beiträge zum Thema Kernfusion.)
HAL 9000 Auf diesen Beitrag antworten »

Die machen wohl gerade eine PR-Initiative zum Thema Kernfusion - frisch eingetroffen:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/energi...23-2e44d6542fd7
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