Kuriose Primzahlformel |
| 09.02.2026, 13:13 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| Kuriose Primzahlformel Dort ist auf Seite 248 eine Formel angegeben, die angeblich alle Primzahlem erzeugt. [attach]58429[/attach] Diese Formel ist allerdings ein Produkt. Ich glaube nicht an einen Scherz, höchstens an einen Druckfehler. Weiß jemand irgend etwas über solche Formeln. Was kann der Autor gemeint haben? |
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| 09.02.2026, 15:26 | G090226 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| RE: kuriose Primzahlformel Es gibt keine allgemeine Formel zur Generierung von Primzahlen.
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| 09.02.2026, 15:30 | G090226 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
| RE: kuriose Primzahlformel PS: Zusammenfassend kann man sagen: Man kann zwar die Dichte der Primzahlen mit dem Primzahlsatz sehr genau bestimmen (sie werden im Durchschnitt seltener, je höher man zählt), aber die exakte Position der n-ten Primzahl lässt sich nicht direkt „ausrechnen“. Man muss sie durch Tests finden. Auf die Fields-Medaille dafür wird man wohl ewig warten. |
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| 09.02.2026, 15:56 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
RE: kuriose Primzahlformel
der Autor behauptet aber das Gegenteil. Er behaupte nicht, dass es eine Formel für die n-te Primzahl gibt, sondern eine Formel, die als Ergebnis immer eine Primzahl liefert. Die, die er im Buch angibt, ist jedoch offensichtlich falsch. Das Buch ist aber sehr seriös. Deshalb frage ich mich, wo der Autor diese Info herhat und ob es da andere Quellen gibt. |
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| 09.02.2026, 16:13 | G090226 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
RE: kuriose Primzahlformel
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| 09.02.2026, 16:22 | HAL 9000 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
So formuliert heißt das ja nicht, dass sie nur diese Primzahlen erzeugt, sondern ggfs. zwischendurch auch andere Zahlen. In der Hinsicht kann ich z.B. Folge nennen: Die enthält alle ungeraden Primzahlen - na sowas.
Und außerdem ist das ganz was anderes, als was du dann später formulierst:
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| 09.02.2026, 17:49 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
ich muss fad doch nochmal präzisieren. diese Formel soll angeblich alle Primzahlen erzeugen, wenn sie ein positives Resultat liefert. [attach]58430[/attach] Die Formel, die er angibt, ist aber ein Produkt [attach]58432[/attach] Wie kommt der Autor auf diese Formel angeblich 1976 entdeckt wurde?? Da müsste es ja irgendwo Literatur dazu geben? |
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| 09.02.2026, 18:58 | willyengland | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Gehe auf: https://mathematikalpha.de/wp-content/up...-Primzahlen.pdf und scrolle zu: Primzahlgesetz Jones, Sato, Wada und Wiens ... Auch sonst viel Interessantes dort. Author: Steffen Polster (Mathematik Alpha) |
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| 09.02.2026, 19:25 | Helferlein | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Auf die schnelle liefert mir KI einen Verweis auf eine englische Literatur. |
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| 10.02.2026, 08:20 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
danke, willyengland und Helferlein. da hatte ich das mit dem Polynom wohl missverstanden. Ich habe das als einen Term in 26 Variablen betrachtet und der ist ja wohl ein Produkt von zwei natürlichen Zahlen und somit eben keine Primzahl.. Was genau gemeint ist, muss ich noch länger durchdenken. Ich habe jedenfalls noch einige Arbeit vor mir, da durchzublicken. |
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| 10.02.2026, 09:15 | Steffen Bühler | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Im genannten Dokument steht als Fußnote
Ich verstehe das so, dass dieses Produkt aus einer ganzen Zahl und einem unechten Bruch gebildet wird, also z.B. . Viele Grüße Steffen |
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| 10.02.2026, 10:13 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
das habe ich auch schon überlegt. aber wenn ich für die Variablen nur integers einsetzen kann, kann aus dem Ungetüm der zweiten Faktors auch nur eine ganze Zahl entstehen. Ich wollte ja schon ein Programm schreiben, mit dem ich die nächsten 5 Jahre Primzahlen erzeuge - in der Hoffnung, auch auf eine bisher noch nicht bekannte zu treffen.... |
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| 10.02.2026, 10:52 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Bei diesem Polynom von hohem Grad in vielen Variablen handelt es sich tatsächlich um ein Primzahlpolynom. In den 1970er Jahren nannten wir solche Polynome "Geisterpolynome", weil wir davon gehört hatten aber noch keines gesehen oder gefunden hatten. Als dann die ersten Polynome dieser Art gefunden und veröffentlicht wurden, zusammen mit einem Verfahren, wie man sie erzeugen kann, bekamen sie den Namen "Primzahlpolynome", und wir haben uns an der Suche nach weiteren Primzahlpolynomen mit möglichst wenig Variablen und möglichst kleinem Grad beteiligt. Diese Polynome werden als Polynome mit ganzzahligen Variablen aufgefasst. Da sie ganzzahlige Koeffizienten haben, sind alle Werte ganze Zahlen. Der Witz bei Primzahlpolynomen besteht darin, dass sie alle Primzahlen annehmen, wenn man geeignete ganze Zahlen für die Variablen einsetzt, und alle positiven Werte sind Primzahlen. Dafür gibt es einen Beweis, also haben wir in diesem Sinne Primzahlformeln gefunden. Das nützt aber in der Praxis nichts, weil man nicht weiß, welche Zahlen man einsetzen soll um einen positiven Wert und damit eine Primzahl zu erhalten. (https://thatsmaths.com/2016/06/09/prime-generating-formulae/) |
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| 10.02.2026, 11:54 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Danke, Elvis. Was ich aber immer noch nicht verstehe: wenn ich in diese Formel für A bis Z irgendwelche ganzen Zahlen einsetze, erhalte ich ein Produkt aus K+2 und einer ganzen Zahl. Das kann doch höchstens für K = -1 und K = -3 eine Primzahl sein??? Wo ist da mein Denkfehler? |
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| 10.02.2026, 12:43 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Wenn die Quadrate in dem zweiten Faktor (1-a²-b²-...-c²) alle Null sind, dann kann auch k+2 eine Primzahl sein. |
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| 10.02.2026, 15:21 | laila49 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
man sollte diese Formel jedenfalls von Abiturienten fernhalten. Eine solche Formel könnte sie von der Absicht, Mathematik zu studieren, abbringen. Für mich ist sie ein heißer Medaillenkandidat im Wettbewerb "nutzloseste Formel der Mathematik" |
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| 10.02.2026, 19:28 | Steffen Bühler | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Wie es ja auch auf der folgenden Seite (auf Deinem Foto nur halb drauf) zu lesen ist:
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| 10.02.2026, 22:39 | Elvis | Auf diesen Beitrag antworten » | ||||
Wir wussten damals sofort, dass damit ein Zusammenhang zwischen Primzahlen und Polynomen gefunden war, der keine praktische Bedeutung für Primzahlen hat. Theoretisch interessant und für die Beweistheorie sehr wichtig war die Entscheidung des 10. Hilbertschen Problems. Deshalb haben wir uns im Arbeitskreis Zahlentheorie ein ganzes Semester mit diesem Beweis beschäftigt. |
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