Linearfaktorschreibweise

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Mathefreund10 Auf diesen Beitrag antworten »
Linearfaktorschreibweise
Hallo Leute,

kurze Frage: ich weiß wie die Aufgabe mit Ausklammern und p-q-Formel geht.

f(x) = x^3 + 3x^2 + 2x

Kann ich hieraus ohne p-q-Formel direkt die Linearfaktorschreibweise erkennen/bilden?

Danke

VG
micha108 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Linearfaktorschreibweise
Hallo miteinander,

Zitat:
Original von Mathefreund10
Hallo Leute,

kurze Frage: ich weiß wie die Aufgabe mit Ausklammern und p-q-Formel geht.

f(x) = x^3 + 3x^2 + 2x

Kann ich hieraus ohne p-q-Formel direkt die Linearfaktorschreibweise erkennen/bilden?

Danke

VG


Es hängt vom Wissensstand ab.
Die resultierende quadratische Gleichung ist ja . Auch ohne pq-Formel kann man die Nullstellen erkennen. Das Stichwort ist: Wurzelsatz von Vieta.
Auch ohne erkennt man, dass die alternierende Summe der Koeffizienten () gerade Null ist, was bedeutet, dass -1 eine Nullstelle ist. Deswegen muss nach Null auch die dritte Nullstelle ganz sein. Vieta hilft einem dann mit dem Wert der dritten Nullstelle.

Die meisten Schüler kennen Vieta nicht und sind vermutlich mit der pq-Formel besser dran.

Mfg Michael
adiutor62 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Linearfaktorschreibweise
Auch die abc-Formel/Mitternachtsformel ginge hier bei der Nullstellensuche.

a=1, b=3, c= 2

Doch diese Formel trifft man kaum noch an, weil leicht in die pq-Form umwandelbar.
Flynnsel Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Linearfaktorschreibweise
Wenn es einen Vorfaktor zur Gleichung gibt, dann sollten auch alle Linearfaktoren was davon abbekommen das wäre nur fair. Bsp. 12(x³+3x²+2x) = (2x)(3x+3)(2x+4)

So ist zu sehen, welche Wirkung nur das Vorzeichen der ganzen Zahlen hat, um die Faktoren leichter zu erkennen.
adiutor62 Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Linearfaktorschreibweise
Zitat:
12(x³+3x²+2x) = (2x)(3x+3)(2x+4)


Ich würde die Zwischenschritte nicht weglassen:

12x*(x^2+3x+2) = 12x*(x+2)(x+1) = 2x*(6x+12)*(x+1) = 2x*(3x+4)*2*(x+2) = ...

Doch welchen Sinn sollte das hier machen? verwirrt
Bürgi Auf diesen Beitrag antworten »
RE: Linearfaktorschreibweise
Guten Tag,

nach menem Verständnis wird die p-q-Formel zum Lösen von quadratischen Gleichungen benutzt.

Du hast hier allerdings einen kubischen Funktionsterm, der durch Ausklammern in ein Produkt eines linearen Terms mit einem quadratischen Term umgeformt werden kann.

Das Faktorisieren nur des quadratischen Terms geschieht dann mit quadratischer Ergänzung:

 
 
Mathefreund10 Auf diesen Beitrag antworten »

Danke schonmal. Ich wundere mich hslt, dass der Lehrer da irgendwie direkt die Linearfaktorschreibweise hinschreibt, ohne Rechnung. Also gehe ich richtig, dass dies nicht möglich ist?
willyengland Auf diesen Beitrag antworten »

Ja, das kann man nicht so einfach hinschreiben.

Die Erklärung von Bürgi finde ich gut! Freude
mYthos Auf diesen Beitrag antworten »

Man kann DOCH direkt ohne Brimborium ( Big Laugh ) zu den Lösungen kommen.
Durch Abspaltung des Linearfaktors x folgt sofort x = 0

Dann - bei der quadratischen Gleichung - hilft (wieder einmal) ein scharfes Hinsehen und die Kenntnis des Wurzelsatzes von Vieta* (gerät leider auch schon weitgehend in Vergessenheit).
Voraussetzung: Die Gleichung ist normiert (der Koeffizient des quadratischen Gliedes ist 1, das kann immer durch Division erreicht werden).
Wir vermuten (nicht notwendigerweise) ganzzahlige Lösungen.

(*) Das Produkt beider Lösungen ist gleich dem konstanten Glied (hier 2), deren Summe gleich dem negativen Koeffizienten des linearen Gliedes (hier 3)

Also muss sein: und
Man sieht leicht, dass dies bei und der Fall ist.

Also lautet die Lösungsmenge der kubischen Gleichung

Anmerkung:
Die Berechnung der Lösungen mittels der quadratischen Ergänzung ist zur Einführung und Erklärung (Herleitung) der Formel sicher sinnvoll.
In der Praxis wird man jedoch lieber die anderen verfügbaren Wege gehen (p,q -, a,b,c -, "Mitternachts"-Formel).

mY+
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