Der offizielle Small-Talk-Thread - Seite 186

Neue Frage »

Telperion Auf diesen Beitrag antworten »

Der schöne "Feiertag" wird bei mir damit verbracht Übungsblätter zu bearbeiten. smile ...
Che Netzer Auf diesen Beitrag antworten »

Bei mir genauso, mit dem ersten bin ich aber schon durch...
Dann fange ich mal mit den restlichen acht an unglücklich
 
 
Louis1991 Auf diesen Beitrag antworten »

Also ich werd' mich wohl gleich mal ein wenig an mein Seminar machen.... wobei es mich ein wenig nervt, dass die Bib Feiertags geschlossen hat. böse
Telperion Auf diesen Beitrag antworten »

8 Übungsblätter? Machst du einen Doppelbachelor oder hörst du einfach so viele Veranstaltungen?

Naja Louis, ich finde es zu Hause auch ganz angenehm.. smile
Che Netzer Auf diesen Beitrag antworten »

Nein, das sind einfach nur viele Veranstaltungen. Zwei davon sind allerdings aus dem Nebenfach, Physik (wobei wir da auch gerade Eigenwerte und Eigenvektoren wiederholen Big Laugh ).

Edit: Ach ja, die acht sind zur nächsten Woche; das letzte war zu morgen, es sind also nur acht und nicht neun Veranstaltungen Augenzwinkern
Telperion Auf diesen Beitrag antworten »

Ah, okay. Das sind aber wirklich viele Veranstaltungen, ich glaube, dass ich das nicht schaffen würde..
Che Netzer Auf diesen Beitrag antworten »

Ob ich das schaffe, wird sich ja auch erst noch herausstellen Augenzwinkern
Bisher (!) klappt es mit den Hausaufgaben aber ganz gut...
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von sulo
Und jetzt hat dem Röttgen sein Festhalten an Berlin, was ihn unter Garantie eine Menge Stimmen gekostet hat, doch nichts genutzt: Er ist seinen Job los.

Das ist schon bitter für jemanden, der hohe Ambitionen hat/hatte und der "Muttis Klügster" genannt wird/wurde.

Ja, Tina zeigt ihre Krallen... Big Laugh Nach Seehofer's wüster Attacke gegen Röttgen, welche - wie viele meinen - eigentlich der Führung in Berlin galt, war das eine Art "Befreiungsschlag"... Angesichts ihres Langmuts mit Guttenberg und Wulff ist die Optik aber deutlich schief, wenngleich ich Röttgen jetzt nicht wirklich eine Träne nachweine...
sulo Auf diesen Beitrag antworten »

Ja, er war nicht zu halten, das ist klar.

Man kann nicht bei einer Landtagswahl den Karren an die Wand fahren und im Bund den kompetenten Minister spielen.
Da sind dann doch Verhandlungen und Entscheidungen zu sehr an eine Person gebunden, als dass man trennen könnte zwischen Landtagswahl und Ministerarbeit.
Diese Schlappe hätte man ihm immer wieder vorgeworfen.

Und im Zusammenhang der Namen Guttenberg, Wulff und Röttgen (sowie auch Christian von Boetticher aus Schleswig-Hostein, der als MP-Kandidat eine Liebschaft mit einer 16-Jährigen hatte) erkennt man auch, dass solche smarten Gewinner-Typen, die vermeintlich das Land und die Wähler im Sturm erobern, letztlich nie das Format haben, das sie vorgeben zu besitzen.

Ein wenig mehr Demut sowie Respekt vor ihren Ämtern und vor den Wählern (mit den entsprechenden Konsequenzen für ihre politische und persönliche Lebensführung) hätte allen vieren von Anfang an besser gestanden, ihr Sturz wäre nicht so tief ausgefallen bzw. hätte vielleicht sogar vermieden werden können.
Cel Auf diesen Beitrag antworten »

Nicht Röttgen ist hier hauptsächlich zu kritisieren, finde ich. Zuerst "Nö, nö, der macht das alles gut und er bleibt" und dann weg mit ihm. Die Merkel hat den Bock geschossen.

Mystic hat Recht. An Guttenberg, der klar von Anfang an nicht zu halten war, hält und hält sie fest. Und Röttgen, der zwar mit seinem Hin und Her viele Stimmen verzockt hat, aber ansonsten nicht wirklich was falsch gemacht hat, wird abserviert. JEDER wusste, dass er nicht in die Opposition gehen würde. Ich kann das nicht gutheißen. Vergleichen kann man das nicht mit Guttenberg bzw. Wulff. Oder Wittke. Von Boetticher und Röttgen haben strafrechtlich nichts auf der Weste.
sulo Auf diesen Beitrag antworten »

Ja, bei den beiden war es keine Frage von Betrug bzw. Bestechlichkeit, hier ging es um Glaubwürdigkeit.

Ich stimme dir alledings zu, dass die Kanzlerin sich in allen Fällen nicht mit Ruhm bekleckert hat, was geschicktes Personalmanagement angeht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sie über Röttgens Versuch, die Wahl in NRW auch zur Testwahl für die Bundesregierung hochzustilisieren und sie auf diese Weise mit ins Boot zu ziehen, extrem sauer war.
Und dann werden halt Nägel mit Köpfen gemacht.

Die Politik ist ein Haifischbecken, das hat sich nicht geändert.
chocolate4ever Auf diesen Beitrag antworten »

Mathe-Abi um. 25BE sonst kill ich mich.
MI Auf diesen Beitrag antworten »

Hinzu kommt, denke ich, aber auch, dass Röttgen auch in seinem Amt als Minister in letzter Zeit keine allzu gute Figur mehr gemacht hat. Guttenberg galt als guter Minister (hinterher weiß man immer mehr), Wulff als ansonsten nicht negativ auffälliger Präsident.

Auch wenn gerne gesagt wurde, die Arbeit Röttgens im Umweltministerium wäre gut - die letzten Ergebnisse sprechen dagegen:
- Häufig genug Funkstille mit dem Wirtschaftsministerium (was nicht nur an Röttgen sondern natürlich auch und gerade an Rösler liegt), womit ein Problem mit der Umsetzung der Energiewende besteht.
- Solarförderungskürzung im Bundesrat gescheitert - mit Stimmen aus der eigenen Partei.
- Insgesamt ist die Energiewende eine Riesenbaustelle. Der Ausbau der Windparks kommt nicht so recht voran, weil's an Geld für die Anbindung fehlt, die Infrastruktur ist immer noch massiv unterfinanziert, bzw. der Ausbau der Trassen kommt in den Querelen nicht voran, ebenso gibt's keine neuen Kraftwerke, sodass sogar die Grünen langsam von Verlust der Energiesicherheit auf absehbare Zeit sprechen.

Wahrscheinlich war das mitausschlaggebend.

Gruß
MI
Carlos Valderrama Auf diesen Beitrag antworten »

Servus,

kurze Frage: Kann ich mich mit meinem Account von dem MatheBoard-Forum auch in den anderen Foren wie z.B. informatikerboard anmelden oder muss ich mich dafür seperat registirieren?
Cel Auf diesen Beitrag antworten »

Du musst dich separat registrieren - ein Account für alle Foren ist aber geplant.
Bjoern1982 Auf diesen Beitrag antworten »

Rund 10 Stunden am Stück haben gerade zwei User in einem Thread eine Aufgabe zusammen besprochen.
Wie viel Zeit manche Menschen so haben, das wundert mich immer wieder. geschockt
Es ist immer schön wenn man geduldig zusammen eine Aufgabe bespricht, aber sowas finde ich schon ziemlich krass und bedenklich. geschockt
Louis1991 Auf diesen Beitrag antworten »

Von einer Mathe-Maus würde ich mir auch 10 Stunden helfen lassen Engel

*hihihi*
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Wenn die Lage nicht so ernst wäre, dann wäre es schon schon fast wieder lustig: Am Beginn der Kalamitäten von GR vor etwa zwei Jahren hatte man noch den Eindruck, die Welt würde untergehen, wenn man GR pleite gehen liesse, und das diente auch Rechtfertigung für immer größere Rettungsschirme... Inzwischen ist aber die Stimmung in der Bevölkerung gekippt und auch in Medien sprechen sich immer mehr Leute offen dafür aus... Den Vogel schießt dabei wieder einmal der Spiegel ab, indem er eine "Abwrackpämie für Athen" fordert... Wer hätte noch vor wenigen Monaten an die Möglichkeit gedacht, dass Athen "abgewrackt" werden soll und dafür auch noch eine Prämien gezahlt werden? geschockt

Edit: Unglaublich, aber wahr, die Überschrift steht - wie oben zitiert - dzt. noch immer so da... Kann aber natürlich nicht dafür garantieren, dass das so bleibt...
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Hier zum Ausgleich ein brillianter Spiegelartikel über den digitalen Spießer... Jeder, der nur über ein Minimum an Autoreflektion verfügt, muss da ganz schön ins Grübeln kommen... verwirrt
Telperion Auf diesen Beitrag antworten »

Puuuhhhh, bei mir in der Bude ist es aber ganz schön warm.. Aber ich will mich nicht beschweren, das Wetter ist hier echt super! Tanzen
sulo Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Mystic
Hier zum Ausgleich ein brillianter Spiegelartikel über den digitalen Spießer... Jeder, der nur über ein Minimum an Autoreflektion verfügt, muss da ganz schön ins Grübeln kommen... verwirrt


Danke für den Link, interessanter Artikel.
In der Tat sollte man seine Motivation, bestimmte Dinge zu schreiben, gelegentlich hinterfragen.
Gerade auch als Moderator ist es immer wichtig, objektiv und nachvollziehbar zu reagieren. Da ist die Verlockung, ein digitaler Spießer zu werden, besonders groß.
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Ja, nur leider trifft auch hier zu, wie auf viele andere Dinge auch, nämlich dass sich die, welche es eigentlich betrifft, nicht wirklich betroffen fühlen... unglücklich
Bjoern1982 Auf diesen Beitrag antworten »

Ich finde die Begründungen der Leute, die hier ihren Account löschen lassen wollen, manchmal recht amüsant. Big Laugh
tmo Auf diesen Beitrag antworten »

So ist der Lauf der Zeit. Als man früher fertig mit der Schule war, hat man seine Abi-Lernhilfen am schwarzen Brett verkauft, heutzutage löscht man halt seinen Matheboard-Account Big Laugh
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Nach dem letzten "Opus" von Günter Grass - mit "letzter Tinte" geschrieben - durfte man eigentlich hoffen, dass von dieser Seite eine Zeitlang Ruhe sein würde... Diese Hoffnungen wurden jetzt leider jäh zerstört durch ein neues Gedicht, wobei es diesmal zur Abwechslung um GR und die Spekulationen um dessen Austritt aus der Währungsunion geht...Man kann Grass nun nicht vorwerfen, dass er da nicht klar Stellung bezieht: Europa werde "geistlos verkümmern" ohne Griechenland, meint er... verwirrt

Nun meinen ja manche, dieses angedrohte Schreckgespenst sei de facto schon eingetreten, wenn man z.B. nur an den täglichen Müll der Regenbogenpresse und von privaten TV-Sendern denkt, der offenbar begierig Absatz findet, sonst würde er ja nicht produziert werden...Auch die geradezu unglaubliche Beschränktheit -jetzt auch in einem wörtlichen Sinne - der "Facebook/IPhone"-Generation, sowie den unaufhaltsame Aufstieg der Piratenpartei, deren einziges echtes Anliegen zu sein scheint, den Diebstahl geistigen Eigentums zu legalisieren, könnte man hier ins Treffen führen... Kein Hirt und eine Herde! (Man lese dazu "Zarathustra's Vorrede" von Nietzsche, der das, viel besser als ich es kann, in Worte gefasst hat...)

Ja, unsere westliche Gesellschaft befindet sich wahrlich in einen beklagenswerten Zustand... Aber mit Griechenland, lieber Günter Grass, und mit dem was da vor 2000 Jahren war, hat das schon mal gar nichts zu tun... geschockt

Trotz leerem Tintenfaß,
belehrt uns Günter Grass:
Die Griechen
Europa's Siechen?
Nein, unser aller Maß...
Gualtiero Auf diesen Beitrag antworten »

@Mystic
Ich muss zugeben, dass ich die in Deinem Link und auch auf anderen Seiten zitierten Zeilen des Gedichtes niemals Grass zugemutet hätte, auch wenn ich noch nicht das gesamte Gedicht kenne. Vor allem die Zeile mit "Europas Wiege" strotzt ja vor Pathos und Übertreibung. Naja verwirrt

Ich meine aber, die GR-Frage sollte man jenseits aller Parteipolitik und persönlicher Wertschätzung von Personen, die sich in der Diskussion zu Wort melden, sehen.Meine naiven Gründe dafür: GR ist seit 1981 bei der EU und hat immer von Zuwendungen aus dem europäischen Geldtopf profitiert. Das halte ich soweit auch für richtig und das soll nicht im Nachhinein in Frage gestellt werden. Aber wenn nach beinahe 30 Jahren EU-Förderungen - erste Anzeichen einer ernsten Krise gab es bereits so um 2010 - das Land so gut wie vor einem Staatsbankrott steht, fragt sich ein naiver Bürger wie ich schon: wie konnte so etwas passieren?
Gleichzeitig lese ich in einer (meiner Einschätzung nach) seriösen Zeitung die Meldung, dass die ausständigen Steuerschulden gut und bestens situierter griechischer Staatsbürger ungefähr dem Betrag entsprechen, den Griechenland jetzt von der EU als Kredit benötigt. Dass die Zeitung (STANDARD) hier gelogen haben könnte, kann ich kaum glauben, und den Inhalt der Meldung kann ich einfach nicht fassen.
Da kann ich noch besser eine andere Hiobsbotschaft verkraften. Kurz bevor Griechenlands prekäre Finanzlage ein offizieller Fall wurde, soll eine amerikanische Bank satte Gewinne in dubiosen Finanzgeschäften mit GR gemacht haben. Von keinem dieser Vorkommnisse habe ich mehr seither Näheres erfahren, und es entsteht wie so oft der schädliche, weil beunruhigende Eindruck, dass Vieles im Dunkeln bleibt, und die EU solche Vorgänge gar nicht aufklären kann - oder nicht will.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Iorek
Alles in allem aber ein sehr guter ESC mit einigen guten Liedern, die es wie jedes Jahr nicht weit nach vorne schaffen, einer bombastischen Show (Eröffnung durch Raab, Jan Delay als Showact) und natürlich dem geheimen Star und meinem zukünftigen Fernseher, dem 60x18m LED Screen im Hintergrund.

Aserbaidschan soll das erst einmal übertreffen!


Das haben sie mMn gestern Abend nicht geschafft, auch wenn ich den ESC (mal ungeachtet der politischen Probleme) sehr unterhaltsam fand und auch mit dem Ergebnis recht zufrieden bin. Den 8ten Platz hätte ich unserem Roman Lob anfangs nicht zugetraut, und zur Halbzeit der Punktevergabe sah es mit ~20 Punkten ja auch noch ziemlich mau aus. Mal meine Gedanken zur Top10:

1. Schweden mit "Euphoria", war gestern auch einer meiner Favoriten und eins der besten Lieder. Sauber gesungen, mystische Choreographie und ein netter musikalischer Mix aus verschiedenen Danceelementen. Auch wenn das sonst nicht meine Musikrichtung ist, konnte ich mir das Lied gut anhören. Allerdings würde ich das Lied und vor allem die Interpretin nicht unbedingt mit Schweden in Verbindung bringen sondern eher in den südlicheren Teil Europas setzen. Meine Wertung: 10 Punkte.

2. Russlands Omas machen Party. Ich fand den Auftritt sehr lustig, da können sich einige jüngere Künstler noch was abgucken, vor allem hatte man zumindest den Eindruck, dass den Omas ihr Auftritt Spaß macht. Ob es dann unbedingt Platz 2 in der Gesamtwertung werden muss...das Lied selber fand ich eher schwach, auch die gesangliche Leistung war nicht gerade die beste, allerdings hatte man das bei diesem Lied auch nicht erwartet. Meine Wertung: 5 Punkte.

3. Serbien mit schmalzigem Pathos. Überhaupt gab es sehr viele (schmalzige) Balladen gestern und weniger "innovatives" als man es sonst vom ESC erwartet. Solide Leistung was den Gesang angeht, das Lied selber fand ich ziemlich langweilig. Die opulente Begleitung durch Violinen und Oboe war etwas dick aufgetragen, zumal die Musiker noch nicht einmal live gespielt haben. Meine Wertung: 5 Punkte.

4. Aserbaidschan mit "When the Music dies", eine weitere der vielen Balladen und ein weiteres 08/15 Lied vorgetragen von einer 08/15 Popsängerin, aber man kann es sich im Radio durchaus mal anhören ohne direkt wegschalten zu müssen. Meine Wertung: 6 Punkte.

5. Albanien mit einer Heulboje erster Klasse...in meinen Augen und Ohren sowohl kostüm- wie auch gesangstechnisch der absolut schlechteste Auftritt des Abends. Bloß weil man ein (persönliches) Klagelied singt, muss man den Kopf nicht dauernd wie eine Schildkröte vom Körper wegstrecken, was der Wollknäuel aus Dreadlocks auf ihrem Kopf und die einzelne Dreadlock auf ihrem Dekolleté sowie das komische Plastikteil in Form eines rechten Winkels an einem Ohr sollte ist mir ein großes Rätsel. War sie in den tiefen Tönen noch relativ sauber, musste sie in den höheren Partien mit viel Druck und Geschrei an die Töne kommen, auch ihre Kopfstimmeneinlage war alles andere als sauber. Lediglich eine gute Atmung würde ich ihr unterstellen, Töne lang schreien konnte sie. Meine Wertung: 1 Punkt.

6. Estlands "High School Musical", der Kommentar von Peter Urban hat mich wenig hoffen lassen, ganz so schlimm wurde es dann doch nicht. Allerdings erwarte ich von einem ausgebildeten Musicalsänger mehr Genauigkeit was die Töne betrifft. Ansonsten eine weitere Ballade des Abends, die nicht großartig heraussticht. Meine Wertung: 6 Punkte.

7. Türkei mit seefahrenden Fledermäusen, wer auch immer diese Kostüme ausgesucht hat, hat definitiv ein paar Schlucke zu viel getrunken. Trotzdem (oder vllt. gerade deswegen) ein amüsanter Auftritt, vor allem war es mal was anderes als eine Ballade. Leicht orientalisch mit Anklängen der Schiffsmusik, mir hat es Spaß gemacht das Lied zu hören und dem Sänger hat offensichtlich Spaß gemacht das Lied zu singen. Außerdem verdient die Schiffschoreographie am Ende des Liedes einen Extrapunkt. Meine Wertung: 7 Punkte.

8. Deutschland steht still. Im Vorfeld fand ich das Lied bzw. Romans Interpretation und Darbietung zu langweilig und eintönig. Das Lied selber ist gut geschrieben, allerdings hätte es mMn eine "interessantere Stimme" gebraucht in die Richtung von James Blunt. Sein Auftritt gestern hat mich dann doch positiv überrascht, seit seinem Sieg bei USFB und auch im Vergleich zur Studioaufnahme hat er sich mit diesem Lied durchaus verbessert und "mehr" daraus gemacht. Meine Wertung: 8 Punkte.

9. Die italienische Amy Winehouse, mit einem Lied das stark an "Toxic" von Britney Spears angelehnt ist. Die Kombination von Winehouse und Toxic (was ich für ein durchaus gutes Lied von der Britney halte) hat mir gefallen, auch wenn ich die Parallelen zu den beiden etwas zu stark fand (Winehouse - Aussehen, Britney - Lied). Aus den Balladen stach es aber sehr stark heraus, gesanglich war es eine solide, leicht soulige Nummer. Ihre Stimmfarbe hat mir gut gefallen (wohingegen ich mit Amy Winehouse eher weniger anfangen konnte) und passte zu dem Lied. Meine Wertung: 9 Punkte

10. Die spanische Stimmgewalt. Eine weitere Ballade des Abends, der Refrain erinnert mich stark an "Run" von Leona Lewis. Trotz allem eine sehr gute gesangliche Leistung, womöglich die beste des gestrigen Abends. Auch die Entwicklung des Lieds von anfangs recht leisen und zarten Tönen bis zu einem stimmgewalten Finale nach der Modulation fand ich sehr gut. Für mich eins der besten Lieder des Abends und mit Platz 10 viel zu schlecht platziert. Meine Wertung: 10 Punkte

Insgesamt bin ich mit den ersten 10 Platzierungen zufriedener als im letzten Jahr, auch wenn meine Favoriten (mal wieder) etwas abgeschlagen sind. Moldawien fand ich wie letztes Jahr sehr gut, diesmal nicht mit Zwergen die Ska spielen sondern einem "Musikanten". Die Musikrichtung kann ich noch nicht ganz zuordnen, mir kommt es wie eine Mischung aus slawischem Rock und Folk vor. Außerdem waren die Zappeltänzerinnen klasse; die Choreographie hat keiner aus unserer Runde verstanden, aber es hat Spaß gemacht sich das anzusehen. Dass England so schlecht abschneidet hat zwar mittlerweile schon Tradition, allerdings fand ich es dieses Jahr nicht so gerechtfertigt wie sonst, da hatte es schlechtere Balladen als den Walzer vom diesjährigen Bühnenopa Humperdinck.

Zur politischen Lage fand ich den Kommentar von Anke Engelke sehr gut. Trotz der straffen Inszenierung und Zensur von Aserbaidschan (die bei den Vorstellungspostkarten der einzelnen Künstler nur Bilder aus Asaerbaidschan zeigten und keinen Bezug auf die eigentlichen Länder nahmen böse )* schafften es ein paar Punktrichter kritische Bemerkungen vor 120 Mio. Menschen zu äußern. Hoffen wir mal, dass die Kommentare nicht ohne Wirkung wieder vergessen werden.

Nächstes Jahr gehts dann also nach Schweden, mal gucken wer dann USFS für sich entscheiden kann und uns nächstes Jahr vertritt (nebenbei: die Abkürzung USFO damals war ja noch schön auszusprechen, seitdem geht es aber mit USFD, USFB und jetzt USFS stetig bergab Big Laugh ).

*Ja, auch letztes Jahr wurden in den Postkarten nur Plätze und Städte aus Deutschland gezeigt, dort wurde aber Bezug auf die einzelnen Nationen genommen und eine kleine Geschichte erzählt. Gestern waren das lieblos aneinandergeklatschte, lanweilige und sich wiederholende Bilder, die nur von der Schönheit Aserbaidschans erzählen wollten.
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

@Gualtiero

Ja, ich denk, wie sind da, was GR betrifft, weitgehend einer Meinung... Übrigens hat ihnen erst kürzlich IWF-Chefin Lagarde ordentlich die Leviten gelesen ("Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!")... Die Reaktion - zumindestens von offizieller Seite - wie erwartet: Keine Spur von Einsicht, dafür jede Menge Empörung...


Voll in Fahrt,
war jüngst Lagarde.
Ihr Herz gilt in Niger den Kindern,
nicht etwa Griechenland's Steuersündern,
befand sie mit Worten sehr hart...

Sie kann nicht leicht verschmerzen,
und möcht daher ausmerzen,
dass Leute, die betucht,
begehen Steuerflucht.
Es fehlen deren Sesterzen!
Gualtiero Auf diesen Beitrag antworten »

Was das Grass-Gedicht angeht, war ich zwischendurch von diesem Artikel verwirrt, aber die Urheberschaft scheint jetzt ja festzustehen. unglücklich


Noch ein Wort zu @Ioreks ausführlichem ESC-Beitrag: so ein genaues und bewusstes Anhören von Musik wird, denke ich, leider immer seltener; ich kenne es nur vom klassischen Konzertbetrieb, und nicht einmal da findet man es überall im Publikum.
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Gualtiero
Was das Grass-Gedicht angeht, war ich zwischendurch von diesem Artikel verwirrt, aber die Urheberschaft scheint jetzt ja festzustehen. unglücklich

Ja, man würde ja fast erleichtert aufatmen, wäre das Ganze nur der Scherz eines Satiremagazins und nicht die Selbstdemontage eines greisen Mannes, aber dem ist leider nicht so... unglücklich
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

@ESC:

Ich habe zum Glück noch, aber doch erst vor drei Tagen erfahren, wie wir zu diesem Hochglanz-ESC gekommen sind.

Natürlich fördere ich solche Methoden keine Sekunde durch mein Einschalten.

Ich habe gehört, dass der Schwiegersohn des Diktators mit einer schwachen Vorstellung vierter geworden ist. Überhaupt siehen mir die vorderen Plätze (nach Schweden) sehr konstruiert aus. Gab es wieder Ostblock-Absprachen? Und war der Schweden-Hype ein Gegenplan? Das Lied habe ich inzwischen gehört und finde es sehr mäßig und austauschbar (ist natürlich Geschmackssache).
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Zellerli
Ich habe gehört, dass der Schwiegersohn des Diktators mit einer schwachen Vorstellung vierter geworden ist.

Erinnert mich daran, dass es nach den Reden von Stalin im Plenum immer zu viertelstündigen Ovationen kam... Niemand traute sich nämlich, vorzeitíg mit dem Klatschen aufzuhören, aus Angst, dass ihm das den Kopf kosten könnte... Big Laugh
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Zellerli
Natürlich fördere ich solche Methoden keine Sekunde durch mein Einschalten.


Dann dürfte man auch die Fußball-EM/WM (böse Ukraine, böses Südafrika, demnächst böses Katar) nicht gucken, die olympischen Spiele müsste man boykottieren (böses Russland, böses China) und auch der Strom aus Braunkohle für die gesamte deutsche Industrie müsste verboten werden. Außerdem gewinnt das Thema so vielleicht an Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch Anke Engelkes schön verpackten Kommentar zur Wahlfreiheit.

Natürlich sind die vordersten Plätze immer konstruiert und gerade im Ostblockbereich gibt es viele Punktschieber (Weißrussland <-> Russland, Griechenland <-> Zypern, Serbien <-> Montenegro...), allerdings empfand ich es dieses Jahr zumindest so, als wäre es weniger "Geschiebe". Allerdings ist das Punkteschieben auch so eine Sache, Nachbarsländer haben nunmal eine ähnliche Musikkultur und was den Russen gefällt, gefällt eher den Weißrussen als den Portugiesen...aber das ist ein ganz anderes Thema, da könnte man eigentlich mal eine statistische Erhebung mit Blindexperimenten machen. Big Laugh
Mystic Auf diesen Beitrag antworten »

Man glaubt es kaum: Anläßlich der Sammelleidenschaft von Bildchen zur Fußball-EM hat doch tatsächlich das klassische "Coupon Collector's Problem" seinen Weg in den "Spiegel" gefunden... Big Laugh
Cheftheoretiker Auf diesen Beitrag antworten »

Oh man, meine zweite Klausur im LK ordentlich daneben gehauen... unglücklich
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

Iorek:
Zitat:
Dann dürfte man auch die Fußball-EM/WM (böse Ukraine, böses Südafrika, demnächst böses Katar) nicht gucken, die olympischen Spiele müsste man boykottieren (böses Russland, böses China) und auch der Strom aus Braunkohle für die gesamte deutsche Industrie müsste verboten werden.


In China wars ähnlich. Olympia habe ich auch nicht geschaut.
Ich weiß nicht, ob in der Ukraine auch Bevölkerung vertrieben und kaum entschädigt wurde. Habe bisher nichts dazu gefunden.

Keine Ahnung, wo für den deutschen Braunkohleabbau die Menschen ohne ausreichende Entschädigung auf die Straße gesetzt werden.

Bisher sehe ich das so für Aserbaidschan:
Der ESC hat absolut garnichts verändert, außer dass dank des ESC dutzende Menschen auf die Straße gesetzt wurden.
Ich verstehe auch nicht, wieso EM, WM und Olympia regelmäßig in solche Diktaturen wandern, damit die mit Mitteln wie den Postcards, die es wohl beim ESC gab, ihr falsches Gesicht zeigen können. Das hätte schon 1936 aufhören müssen.
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Zellerli
Keine Ahnung, wo für den deutschen Braunkohleabbau die Menschen ohne ausreichende Entschädigung auf die Straße gesetzt werden.


Dann sieh dir mal genau die Entschädigungen an, die im Einzelfall von RWE oder wie sie heißen gezahlt werden. Mein Vater wohnt quasi in direkter Nachbarschaft zum Braunkohletagebau Garzweiler II und hat einige Bekannte im Umkreis, die umgesiedelt werden mussten. Die Zahlungen von RWE konnte ich zumindest häufig nicht nachvollziehen, da häufig viel zu niedrig um den Verlust des Hauses angemessen zu entschädigen (und das aus rein materieller Sicht, die persönlichen Verbindungen die man mit seinem Zuhause hat mal ausgenommen). Um dir genaue Zahlen zu nennen müsste ich nochmal nachfragen, Wohnflächeneinbußen von 20-30% sind aber keine Seltenheit.

Zitat:
Original von Zellerli
Bisher sehe ich das so für Aserbaidschan:
Der ESC hat absolut garnichts verändert, außer dass dank des ESC dutzende Menschen auf die Straße gesetzt wurden.


Das sich bisher noch nichts verändert hat sehe ich auch so, es kann aber der Beginn von Veränderungen sein (zugegeben, das ist jetzt Sache der ewig langsamen Politiker), irgendwann muss es ja einen Anfang geben.

@Ukraine, ob da Häuser für abgerissen werden weiß ich nicht, auch wenn ich es mir vorstellen könnte. Es gibt aber genug andere Sachen, die man der Ukraine anhängen könnte (*hust Timoschenko).

Ich will Aserbaidschans Verhalten keinesfalls rechtfertigen, allerdings sehe ich keine Verbesserung durch einen Boykott des ESC/der EM/der WM. Ich persönlich mag den ESC weil es der ESC ist, nicht weil er in einem bestimmten Land stattfindet (natürlich ist es schöner, wenn er in Deutschland ist, aber darauf lege ich nicht so viel Wert); es ist eine lustige Show mit häufig lustigen, teils ernsten und ab und zu musikalisch hervoragenden Beiträgen. Aserbaidschan würde es heftiger treffen, wenn jeder Deutsche seinen Benzin- bzw. generell Ölkonsum reduziert, anstatt den ESC nicht anzusehen. Das ist aber natürlich sehr utopisches Denken, wer will schon freiwillig auf Auto und andere (Öl-)Bequemlichkeiten verzichten?
Zellerli Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
@Ukraine, ob da Häuser für abgerissen werden weiß ich nicht, auch wenn ich es mir vorstellen könnte. Es gibt aber genug andere Sachen, die man der Ukraine anhängen könnte (*hust Timoschenko)


Das Schicksal von Timoschenko und ihren Ministern (die man gerne vergisst) sind mir bekannt. Aber das hat nichts mit der EM zu tun. Man verbessert es nicht, aber man profitiert auch nicht davon.
In China gibt es die Todesstrafe für Benzindiebstahl und Russland lässt kritische Journalisten umbringen. Aber das hat aus meiner Sicht nichts mit Olympia oder der WM/EM zu tun.

In Aserbaidschan hat das Regime gesagt: Wir machen hier mal ein Stadion, raus mit euch, wir müssen das machen für den ESC.
Und wir haben gezeigt: Ja, genau so gehts, wir kommen und bauen das Stadion, wir zahlen Eintritt im Stadion und wir liefern Quote für die Übertragungen aus dem Stadion.

Derjenige, der Artikel aus Kinderarbeit kauft ist genau der Grund, warum diese Artikel hergestellt werden.

Das mit der Braunkohle ist interessant, da lese ich gerade was dazu. Ich kann mir aber vorstellen - auch wenn es effektive Wohnraumeinbußen gab - das die Bürger Zeit, Rechtsmittel und wenigstens größenordnungsmäßig finanzielle Entschädigung hatten. Aber wie gesagt: Das lese ich mal nach Augenzwinkern
Iorek Auf diesen Beitrag antworten »

Zitat:
Original von Zellerli
Das Schicksal von Timoschenko und ihren Ministern (die man gerne vergisst) sind mir bekannt. Aber das hat nichts mit der EM zu tun. Man verbessert es nicht, aber man profitiert auch nicht davon.
In China gibt es die Todesstrafe für Benzindiebstahl und Russland lässt kritische Journalisten umbringen. Aber das hat aus meiner Sicht nichts mit Olympia oder der WM/EM zu tun.


Auch da gab es Überlegungen, ob man die EM nicht boykottieren sollte, in China damals gab es Überlegungen ob man Olympia boykottieren sollte, in Katar wird es Überlegungen geben, ob man die WM nicht boykottieren soll (gut, teils auch aus sportlichen Gründen).

Zitat:
Original von Zellerli
In Aserbaidschan hat das Regime gesagt: Wir machen hier mal ein Stadion, raus mit euch, wir müssen das machen für den ESC.
Und wir haben gezeigt: Ja, genau so gehts, wir kommen und bauen das Stadion, wir zahlen Eintritt im Stadion und wir liefern Quote für die Übertragungen aus dem Stadion.


Wie gesagt, ich will es in keinster Weise rechtfertigen, allerdings bezweifel ich die Wirksamkeit eines TV-Boykotts. Da gibt es andere Möglichkeiten, die härter und direkter treffen würden, die aber auch von Seiten der Politk und Endverbraucher mehr Mut brauchen.

Zitat:
Original von Zellerli
Das mit der Braunkohle ist interessant, da lese ich gerade was dazu. Ich kann mir aber vorstellen - auch wenn es effektive Wohnraumeinbußen gab - das die Bürger Zeit, Rechtsmittel und wenigstens größenordnungsmäßig finanzielle Entschädigung hatten. Aber wie gesagt: Das lese ich mal nach Augenzwinkern


Jenachdem welche Darstellung du liest, hatten sie es oder hatten es nicht. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass sie es nicht hatten. RWE kommt im Zweifelsfall mit 100 Anwälten an und klagt dich in Grund und Boden von wegen Allgemeinwohl der Energiegewinnung etc.; ob man genug Zeit hat ist relativ. Du lebst dein gesamtes Leben in diesem Haus, hast es von deinen Eltern geerbt und in 3 Jahren soll dort ein Riesenloch sein, ist das genug Zeit?

Was die Kinderarbeit, das ist mMn größtenteils der "Geiz ist Geil"-Mentalität zuzuschreiben. In meinen Augen muss eine Hose nicht für 10€ zu haben sein, es muss nicht jeder 10jährige schon ein Smartphone haben etc., ähnliches für die Massentierhaltung. Wer jeden Tag ein Steak haben muss, macht etwas falsch. Ich genieße lieber bewusst seltener, dafür aber "besseres" Fleisch, d.h. keine Käfighaltung sondern von glücklichen Kühen, die auch wirklich auf einer grünen Wiese gestanden haben und nicht mit Kraftfutter vollgepumpt werden um für 5€/kg im Discounter zu landen (ja, ab und zu verstoße ich da gegen meine eigenen Grundsätze, wenn ich etwa für viele Leute kochen muss. Das kann ich mir aktuell einfach nicht leisten für 10 Leute gutes Fleisch zu besorgen).
chocolate4ever Auf diesen Beitrag antworten »

Fernweh Herz
Neue Frage »
Antworten »



Verwandte Themen

Die Beliebtesten »
Die Größten »
Die Neuesten »